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Dienstag, 12. Oktober 2010

A weng weng zu viel - Vom Westen in den Norden aus dem Süden - SKH 6

Das Jahrespraktikum in Nordhorn ist zu ende und nun habe ich mein Basislager wieder in Bad O City aufgeschlagen. Aber viel mehr ist es auch nicht. Ich lebe immer noch aus Kartons weil ich kaum Platz habe alles auszupacken. (Wirklich kritisch wird es werden, wenn der Kram, den ich Nordhorn zurücklassen musste ankommt!)
Naja, mich häuslich einzurichten lohnt auch kaum, da ich jedes der nächsten Wochenenden woanders verbringen werde. Diesmal war ich zum Beispiel in Bayern zum fünften Block des Suchtkrankenhelferkurses. Zum Glück hören die Stimmen in meinem Kopf langsam wieder auf irgend einen Mix aus bayrisch, fränkisch und schwäbisch zu reden. Das ist fei a weng zu viel für mich! Von daher bin ich froh gschwind wieder nach Norden gekommen zu sein, wo man durch das grunzen eines einfachen 'Moin' den Ansprüchen an Höflichkeit locker genügen kann.

Montag, 15. März 2010

SKH 5

Schon mal vegitarische Eier gegessen? - Hage, was das denn? Na, zum Beispiel ein Gänse Ei. Da diese Vögel auch Würmer, Maden und ähnliches meiden sind alle Bestandteile aus denen das Ei ist pflanzlichen Urspungs. Ich würde sagen, es schmeckt am Ende etwas milder.

Ich war wieder beim nächsten Block zum Suchtkranken helfer. Diesmla war es nicht ganz so intensiv und emotional anspruchsvoll. Das liegt mit in dem Thema begründet, das diesmal dran war.
Ein mal mehr komme ich dabei zu dem Eindruck, dass Hauskreise in Gemeinden mehr einer Selbsthilfegruppe ähneln sollten. Lehre und Bildung sind gut und wichtig. Aber das lässt sich auch bestimmt noch anders regeln. Dafür fehlt mir oft ein echter, tiefer Austausch, bei dem "auch Scheiße auf den Tisch kommt und die Kacke angepackt werden darf". Klingt doof, aber mir war nach drastischen Worten, weil es mir so wichtig ist nicht nur an der Oberfläche zu bleiben. Bei den Geschichten die ich gehört habe ist neu deutlich geworden wie wichtig ein Ansprechpartner ist. Besonders ein Ansprechpartner, der etwas zu sagen hat. Und hey, wenn wir es lernen so mit einander zu reden - dann haben wir echt was für die Welt und für uns zu bieten!

Ach ja, und was ist das?!

Samstag, 7. November 2009

Tolle Rolle - SKH 4

Wie kann man nur so hohl sein?! Vor knapp einer Woche habe ich bei einem Bibliodrama Rollenspiel mit gemacht - und die Rolle von Jesus abbekommen. Bei der Auswertung musste ich feststellen, dass ich nur darauf fixiert war meine Rolle zu erfüllen (recht erfolgreich) ohne aber dabei irgend einen Bezug zur Person Jesu' zu haben. Großartig. Man kann also so sehr von christlichen Aufträgen beansprucht werden, dass es nur noch darum geht den Anforderungen gerecht zu werden und das eigentliche auf der Strecke bleibt.
Ich finde ich bin erschreckend gut in Rollenspielen.

Mittwoch, 4. November 2009

Farben und SKH 3

Bevor ich es vergesse zu erwähnen: die Farbe der Saison geht mir auf den Zeiger! Es ist so offensichtlich wer alles darum bemüht ist Klamotten in diesen Farbtönen zu tragen. Und das sind so viele! Ich habe nicht mal mitbekommen, dass diesen Herbst noch eine zweite Farbe erlaubt wäre, außer vielleicht der Abstufung zu der hier. Also eigentlich habe ich nix gegen die Farben (vor 14 Jahren fand ich die ja auch schon chick) aber dass jetzt alle (und das meint nicht nur die Frauen) meinen sich so kleiden zu müssen, das ist mir echt zu viel. - Aber lasst euch bloß nicht von meiner Meinung beeinflussen. 


Ich war ja davon ausgegangen, dass im Suchtkrankenhelfer Kurs vor Allem Wissen und Techniken vermittelt werden würden. Aber das habe ich mich offensichtlich geirrt. Die vermittelten Fakten waren für mich nichts neues. Neu war hingegen, dass die Techniken sofort in der Praxis eingeübt wurden. Das wichtigste dabei waren die Gesprächsgruppen, in denen jeder sagen darf und soll, was ihn gerade bewegt (zum Thema passend oder eben auch nicht). In meinen Gruppen stellte sich sehr schnell eine gewaltige Offenheit und Ehrlichkeit ein. So etwas habe ich noch nicht erlebt! Verletzungen, Ängste, Schwächen und Gefühle wurden einfach ausgepackt. Obwohl wir uns nicht besonders lange und gut kannten, sondern weil wir uns darauf eingelassen haben und bereit waren einander zu vertrauen.

Das war eine sehr wertvolle Erfahrung und ich hoffe, dass noch viele andere davon profitieren werden.

Montag, 2. November 2009

SKH 2 und Monochord

Ich habe ja den Eindruck gewonnen, dass trockene Alkoholiker glücklichere und weisere Menschen sind. Sie wissen mit Sicherheit mindestens, wofür es sich nicht zu leben lohnt. Dazu mussten sie einen unangenehmen Weg gehen, habe sich aber deutlich besser kennen gelernt und manche haben darüber hinaus herausgefunden wofür es sich zu leben lohnt.

Neben bei habe ich auch ein seltsames Instrument, ein Monochord kennen gelernt. Dat kann wirklich jeder Spielen. Alle Saiten sind gleich gestimmt, so dass man nie einen falschen Ton erwischt. Aber mit ein bisschen Gefühl entstehen Obertöne, Schwingungs Additionen oder irgendwas in der Art - auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Sound.

Sonntag, 1. November 2009

SKH 1

Ich bin zurück vom Suchtkrankenhelfer Seminar. - Und bin so voll mit Eindrücken, dass ich gar nicht erst versuche hier alle aufzuschreiben. Nur erstmal so viele: Alle anderen (fast) waren in / aus der Generation meiner Eltern und Großeltern. Das war am Anfang etwas seltsam, zum Schluss recht lustig.