Manchmal denke ich: Es gibt gar nicht so viel Eis um auzugleichen wie sehr ich heulen möchte.
Da hilft es auch nicht, dass es irgendwem gelungen ist ohne meine Zustimmung Werbung in meinem Blog zu posten. An der deutschen Vorrede ist zu erkennen, das dieses Bild ohne Verlinkung von mir ist - alles andere werde ich zu löschen gedenken.
(Die Tatsache, dass Goggle es nicht erlaubt Umlaute im Passwort zu verwenden, macht es nicht einfacher die Kanadier von meinem Blog fern zu halten.)
Ich habe genug mit den Hochzeitsvorbereitungen zu tun - da brauche ich solche Hilfe nicht.
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Donnerstag, 29. Mai 2014
Dienstag, 11. März 2014
Höhen und Tiefen (Urlaub im Harz)
Wer hatte noch gesagt: "Es sind nicht die Dinge, die wir tun, die uns Kraft kosten, sondern jene welche wir vor uns herschieben." Ich habe keine Ahnung mehr, wo ich dieses Zitat aufgeschnappt habe. Aber es könnte sich gerade in meinem Leben bewahrheiten und verwirklichen. Da ist so vieles zu tun, und das Paket scheint mir so groß zu sein, dass ich nicht weiß, wie ich es anpacken soll. Und so mache ich alles mögliche, aber nicht das was in diesem Dielemma hilft.
Am Brocken durfte ich feststellen, dass 500 Höhenmeter einen erheblichen Einfluss auf das Wetter haben. Überraschend deutlich. Dort oben war es so frisch, dass noch Schnee lag. Als wir los fuhren war es sonnig, als wir runter wanderten war es wieder sonnig. Als wir oben standen soll die Aussicht 8 km betragen haben. Aber das waren wohl nur 8 km bis zum nächsten Nebel. Schade eigentlich, denn so gab es nicht wirklich etwas sehenswertes.
Ansonsten hat es mich tierisch genervt feststellen zu müssen, dass ich mich von einem kleinen Mädchen habe nerven lassen. Und dabei gab es nicht mal Vorsatz oder irgendetwas unangemessenes. - Außer meiner Reaktion... Das macht mich ein bisschen traurig.
Am Brocken durfte ich feststellen, dass 500 Höhenmeter einen erheblichen Einfluss auf das Wetter haben. Überraschend deutlich. Dort oben war es so frisch, dass noch Schnee lag. Als wir los fuhren war es sonnig, als wir runter wanderten war es wieder sonnig. Als wir oben standen soll die Aussicht 8 km betragen haben. Aber das waren wohl nur 8 km bis zum nächsten Nebel. Schade eigentlich, denn so gab es nicht wirklich etwas sehenswertes.
Ansonsten hat es mich tierisch genervt feststellen zu müssen, dass ich mich von einem kleinen Mädchen habe nerven lassen. Und dabei gab es nicht mal Vorsatz oder irgendetwas unangemessenes. - Außer meiner Reaktion... Das macht mich ein bisschen traurig.
Sonntag, 9. Juni 2013
Von innen betrachtet
Man kann sich ja auch prima selber erschrecken. Ich muss dazu nichtmal in den Spiegel schauen. Viel schlimmer ist es wenn ich in mein Innenleben, meine Seele und meine Gedanken betrachte. Da entdecke ich Dinge, die ich nicht mag, die ich nicht haben wollte und ablehne. Gerade in den USA und Canada, aber auch in Hamburg und all den Begegnungen mit anderen und fremden Menschen habe ich einiges über mich lernen dürfen.
Da sind so viele Vorurteile, Stereotypen und Klischees. Und in Kombination mit meinem Hochmut und meiner Überheblichkeit wird das nicht besser. Manches davon dürfte sogar unter Rassismus fallen.
Sorry, Leute. So wollte ich nicht denken und urteilen. Aber so tun als wäre es nicht so ist ja auch nicht richtig...
Da sind so viele Vorurteile, Stereotypen und Klischees. Und in Kombination mit meinem Hochmut und meiner Überheblichkeit wird das nicht besser. Manches davon dürfte sogar unter Rassismus fallen.
Sorry, Leute. So wollte ich nicht denken und urteilen. Aber so tun als wäre es nicht so ist ja auch nicht richtig...
Mittwoch, 10. April 2013
Gemeinde Beobachtungen
Ich gucke mir ja ganz gerne mal verschiedene Gemeinden und Gottesdienste an. Manchmal kann ich dort was beobachten und machmal entdecke ich etwas an mir.
Zum Beispiel war ich in Philadelphia an einem Sonntag in zwei Gottesdiensten. Im ersten waren wirklich reichlich viele verschiedene Nationalitäten vertreten, genau wie die Bevölkerung ringsherum, auch obwohl sie im wesentlichen wohl von Weisen betrieben wird. Manche Leute um mich herum waren doch eine Herausforderung für meine Nase. Dass in Predigten immer wieder Beispiel vom Militär herangezogen werden oder sich Bestimmte Einheiten gar mit einem "huh" anfeuern ist für mich befremdlich oder gar verwerflich.
Das andere war eine mit TSW verbundene junge Gemeinde, voller junger Menschen. Mit großartigen Musikern und auch sonst war einiges an Kunst vertreten. Sie haben auch verschiedene Lieder aus der ganzen Welt gesungen und hatten ordentlich Stimmung in der Bude. Die Predigt war intellektuell ansprechend und herausfordernd und sie gehen voll auf Community und Gerechtigkeit ab (habe ich mir sagen lassen).
Und doch - ich weiss noch nicht ganz warum. Aber bei Yuppies und Künstlern fühle ich mich nicht besonders wohl....
"Aus was für eine Gemeinde kommst du denn?" Ich kann es sagen, aber den Inhalt wird kaum einer verstehen. Die Jesus Freaks müsste ich erstmal erklären und die Entwicklung der letzten 20 Jahre macht das nicht eben einfacher. Aber auch zu sagen ich bin bei Baptisten aufgewachsen ist nur bedingt hilfreich. Ich vermute inzwischen, dass ich Anabaptisten sagen müsste, auch wenn das in Deutschland ein theologisches Schimpfwort sein würde.
Also versuchen wir indirekt zu kategorisieren ob meine Gemeinde konservativ ist (erstens weiss ich das nicht einfach zu beurteilen, und zweitens habe ich null Peilung was sich hier für die hinter diesem Wort verbirgt). Egal. "Wie steht denn deine Gemeinde zu den Themen Krieg, Politik, Rassismusfrage und soziale Gerechtigkeit?" Und wieder geht das Fragezeichen der Frage in mein Gesicht über und ich habe keine rechte Antwort. Ich wüsste nicht, dass wir solche Themen wirklich ernsthaft behandeln, geschweigedenn dass es einen (offiziellen) Standpunkt dazu gibt.
Andere Beobachtungen:
Es wird die Bibelstelle und die Seitenzahl der gängigen Bibel angesagt.
Eine Zeit der Besinnung oder der Stille ist nach aller spätestens zehn Sekunden zu ende. (Da habe ich mir nichtmal das Thema in Erinnerung gerufen.)
Beim Abendmahl gibt es echten Wein. (Und ich finde es geil. Hat doch ne andere Qualität.)
Eine Doxologie zu singen ist was feines. (Dafür sollte man mal eine haben, und jemand der sie schön klingen lässt.)
Manche Dinge die so seltsam für mich aussehen haben doch etwas mystisches, gar magisches. Und das Gute daran zu verpassen wäre schade.
Hier gibt es einmal im Monat einen gemeinsamen Kreistanz. (Ich habe so viele Kreise aus dem Takt gebracht, dass ich mich nicht traute.) Aber es ging so was von gar nicht um eine Performance. Ich weiss nicht, wer überhaupt im Takt war, die Rollstuhlfahrer bestimmt nicht und das war auch scheiss egal, weil man zusammen für Gott unterwegs war. - Wertvoll.
Im Gottesdienst Gebetsanliegen aus der Community zu sammeln ist auch mal fein. Und wenn sich die Dame in Not spontan an den Moderator drückt und er sie in den Arm nimmt, während er betet, dann habe ich eine
Ahnung davon wie man hier miteinander umgeht. - Wertvoll.
Hier ist die Reba Place Fellowship in Evanston nördlich von Chicago.
Zum Beispiel war ich in Philadelphia an einem Sonntag in zwei Gottesdiensten. Im ersten waren wirklich reichlich viele verschiedene Nationalitäten vertreten, genau wie die Bevölkerung ringsherum, auch obwohl sie im wesentlichen wohl von Weisen betrieben wird. Manche Leute um mich herum waren doch eine Herausforderung für meine Nase. Dass in Predigten immer wieder Beispiel vom Militär herangezogen werden oder sich Bestimmte Einheiten gar mit einem "huh" anfeuern ist für mich befremdlich oder gar verwerflich.
Das andere war eine mit TSW verbundene junge Gemeinde, voller junger Menschen. Mit großartigen Musikern und auch sonst war einiges an Kunst vertreten. Sie haben auch verschiedene Lieder aus der ganzen Welt gesungen und hatten ordentlich Stimmung in der Bude. Die Predigt war intellektuell ansprechend und herausfordernd und sie gehen voll auf Community und Gerechtigkeit ab (habe ich mir sagen lassen).
Und doch - ich weiss noch nicht ganz warum. Aber bei Yuppies und Künstlern fühle ich mich nicht besonders wohl....
"Aus was für eine Gemeinde kommst du denn?" Ich kann es sagen, aber den Inhalt wird kaum einer verstehen. Die Jesus Freaks müsste ich erstmal erklären und die Entwicklung der letzten 20 Jahre macht das nicht eben einfacher. Aber auch zu sagen ich bin bei Baptisten aufgewachsen ist nur bedingt hilfreich. Ich vermute inzwischen, dass ich Anabaptisten sagen müsste, auch wenn das in Deutschland ein theologisches Schimpfwort sein würde.
Also versuchen wir indirekt zu kategorisieren ob meine Gemeinde konservativ ist (erstens weiss ich das nicht einfach zu beurteilen, und zweitens habe ich null Peilung was sich hier für die hinter diesem Wort verbirgt). Egal. "Wie steht denn deine Gemeinde zu den Themen Krieg, Politik, Rassismusfrage und soziale Gerechtigkeit?" Und wieder geht das Fragezeichen der Frage in mein Gesicht über und ich habe keine rechte Antwort. Ich wüsste nicht, dass wir solche Themen wirklich ernsthaft behandeln, geschweigedenn dass es einen (offiziellen) Standpunkt dazu gibt.
Andere Beobachtungen:
Es wird die Bibelstelle und die Seitenzahl der gängigen Bibel angesagt.
Eine Zeit der Besinnung oder der Stille ist nach aller spätestens zehn Sekunden zu ende. (Da habe ich mir nichtmal das Thema in Erinnerung gerufen.)
Beim Abendmahl gibt es echten Wein. (Und ich finde es geil. Hat doch ne andere Qualität.)
Eine Doxologie zu singen ist was feines. (Dafür sollte man mal eine haben, und jemand der sie schön klingen lässt.)
Manche Dinge die so seltsam für mich aussehen haben doch etwas mystisches, gar magisches. Und das Gute daran zu verpassen wäre schade.
Hier gibt es einmal im Monat einen gemeinsamen Kreistanz. (Ich habe so viele Kreise aus dem Takt gebracht, dass ich mich nicht traute.) Aber es ging so was von gar nicht um eine Performance. Ich weiss nicht, wer überhaupt im Takt war, die Rollstuhlfahrer bestimmt nicht und das war auch scheiss egal, weil man zusammen für Gott unterwegs war. - Wertvoll.
Im Gottesdienst Gebetsanliegen aus der Community zu sammeln ist auch mal fein. Und wenn sich die Dame in Not spontan an den Moderator drückt und er sie in den Arm nimmt, während er betet, dann habe ich eine
Ahnung davon wie man hier miteinander umgeht. - Wertvoll.
Hier ist die Reba Place Fellowship in Evanston nördlich von Chicago.
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Donnerstag, 28. März 2013
Washigton DC - was war (es war Krieg)
"Da ich schon mal hier bin kann ich ja auch mal nach Washington DC fahren!" dachte ich mir. Dort solle es hübsch sein und wie NYC sei es nur etwa zwei Stunden weit weg. Das stimmt zwar ungefähr, aber die Fahrkarte ist trotzdem doppelt so teuer (min 97$). Gut das ich das nicht wusste bevor ich am Bahnhof stand, sonst wäre ich vielleicht gar nicht aufgebrochen.
In Washington raus aus dem Bahnhof 'Union Station' (zu seiner Zeit größten Bahnhof der Welt) und da stehe ich schon quasi am Capitol - ja das gibt es wirklich, mit eigener Polizei. Ich habe ja den ganzen Tag nach einem Kamerateam ausschau gehalten, damit ich bei einer LiveSchaltung im Hintergrund durch die Tagesschau hätte laufen können. Leider hat die Nachrichten lage ein solches Zeitfenster nicht geöffnet. :-(
Meine Kunstlehrerin hat gesagt, dass ein Obelisk ein Phalus Symbol ist. Wessen Potenz bezeugt dann das Washington Monument?
Is' mir aber eigentlich auch egal. Viel interessanter fand ich ja die riesige Wiese, die sich zwischen diesen Wahrzeichen erstreckt. Da konnte ich einfach Sandwich essender Weise drüber wandern und Amis bei der Freizeitgestaltung zu sehen. Ich war ja begeistert europäischen Soccer zu sehen. Und ich konnte mir Frisbee als Mannschaftssport ansehen. (Jetzt fehlen mir nur noch ein paar andere Bekloppte die mitmachen, damit ich das auch mal spielen kann.)
Aber mal das vergnügliche beiseite. Hier stehen ja einige Ministerien herum und auch die Gebäude in denen Weltpolitik gemacht wird (oder eben auch nicht). Ja, auch das weiße Haus ist quasi um die Ecke. Ist aber auch nur weiß und mit Sicherheitdienst der Touris auf Abstand hält.
Aber interessanter (so von Außen, das andere bekommt man ja auch im TV präsentiert) fand ich den Gedenkstättenpark. Ein riesen Ding für Jefferson, das von Washington erwähnte ich bereits und einen Tempel für Lincoln. Ohne Witz, da pilgern tausende hin und über seinem Standbild steht:
IN THIS TEMPLE
AS IN THE HEARTS OF THE PEOPLE
FOR WHOM HE SAVED THE UNION
THE MEMORY OF ABRAHAM LINCOLN
IS ENSHRINED FOREVER
Ey, da gruselt es mich. Ich weiß kaum was diese Jungs verzapft haben. Bei Martin Luther King weiß ich es (der steht hier neuerdings auch um die Ecke), aber der war auch kein Präsident. Dafür musste er für sein Engagement sterben. Und ob die Verehrung der anderen gerechtfertigt ist - ich habe da so meine Zweifel!
Ok ich gebe zu ich bin nicht optimal informiert und würde gerne meine Kenntnisse auffrischen und ergänzen, damit ich besser verstehen kann. Zum Beispiel wie diese Nation dazu kommt auf der ganzen Welt Kriege anzuzetteln. Gedenkstätten für den ersten und zweiten Weltkrieg ok. Eine grauenvoll lange Liste mit Namen derer, die in Vietnam gefallen sind und eine Gedänkstätte für den Koreakrieg. Koreakrieg? Wusste ich nix von und warum eigentlich? Das scheinen auch die Jungs die man dort hinschickte um zu sterben auch nicht ganz gewusst zu haben:
OUR NATION HONORS
HER SONS AND DAUGHTERS
WHO ANSWERD THE CAALL
TO DEFENT A COUNTRY
THEY NEVER KNEW
AND A PEOPLE THEY NEVER MET
Und was wird man wohl in Erinnerung an den letzten Irakkrieg schreiben?
Ich merke noch kurz ohne Beleg an, dass etwa die Hälfte der US Bundesmittel für Militär, Rüstung und Entwicklung draufgeht, etwa 2 Prozent für Soziales und neben bei wird Geld gedruckt um mit der Staatsverschuldung klar zukommen.
Oder habe ich da etwas grundlegend falsch verstanden?
In Washington raus aus dem Bahnhof 'Union Station' (zu seiner Zeit größten Bahnhof der Welt) und da stehe ich schon quasi am Capitol - ja das gibt es wirklich, mit eigener Polizei. Ich habe ja den ganzen Tag nach einem Kamerateam ausschau gehalten, damit ich bei einer LiveSchaltung im Hintergrund durch die Tagesschau hätte laufen können. Leider hat die Nachrichten lage ein solches Zeitfenster nicht geöffnet. :-(
Meine Kunstlehrerin hat gesagt, dass ein Obelisk ein Phalus Symbol ist. Wessen Potenz bezeugt dann das Washington Monument?
Is' mir aber eigentlich auch egal. Viel interessanter fand ich ja die riesige Wiese, die sich zwischen diesen Wahrzeichen erstreckt. Da konnte ich einfach Sandwich essender Weise drüber wandern und Amis bei der Freizeitgestaltung zu sehen. Ich war ja begeistert europäischen Soccer zu sehen. Und ich konnte mir Frisbee als Mannschaftssport ansehen. (Jetzt fehlen mir nur noch ein paar andere Bekloppte die mitmachen, damit ich das auch mal spielen kann.)
Aber mal das vergnügliche beiseite. Hier stehen ja einige Ministerien herum und auch die Gebäude in denen Weltpolitik gemacht wird (oder eben auch nicht). Ja, auch das weiße Haus ist quasi um die Ecke. Ist aber auch nur weiß und mit Sicherheitdienst der Touris auf Abstand hält.
Aber interessanter (so von Außen, das andere bekommt man ja auch im TV präsentiert) fand ich den Gedenkstättenpark. Ein riesen Ding für Jefferson, das von Washington erwähnte ich bereits und einen Tempel für Lincoln. Ohne Witz, da pilgern tausende hin und über seinem Standbild steht:
IN THIS TEMPLE
AS IN THE HEARTS OF THE PEOPLE
FOR WHOM HE SAVED THE UNION
THE MEMORY OF ABRAHAM LINCOLN
IS ENSHRINED FOREVER
Ey, da gruselt es mich. Ich weiß kaum was diese Jungs verzapft haben. Bei Martin Luther King weiß ich es (der steht hier neuerdings auch um die Ecke), aber der war auch kein Präsident. Dafür musste er für sein Engagement sterben. Und ob die Verehrung der anderen gerechtfertigt ist - ich habe da so meine Zweifel!
Ok ich gebe zu ich bin nicht optimal informiert und würde gerne meine Kenntnisse auffrischen und ergänzen, damit ich besser verstehen kann. Zum Beispiel wie diese Nation dazu kommt auf der ganzen Welt Kriege anzuzetteln. Gedenkstätten für den ersten und zweiten Weltkrieg ok. Eine grauenvoll lange Liste mit Namen derer, die in Vietnam gefallen sind und eine Gedänkstätte für den Koreakrieg. Koreakrieg? Wusste ich nix von und warum eigentlich? Das scheinen auch die Jungs die man dort hinschickte um zu sterben auch nicht ganz gewusst zu haben:
OUR NATION HONORS
HER SONS AND DAUGHTERS
WHO ANSWERD THE CAALL
TO DEFENT A COUNTRY
THEY NEVER KNEW
AND A PEOPLE THEY NEVER MET
Und was wird man wohl in Erinnerung an den letzten Irakkrieg schreiben?
Ich merke noch kurz ohne Beleg an, dass etwa die Hälfte der US Bundesmittel für Militär, Rüstung und Entwicklung draufgeht, etwa 2 Prozent für Soziales und neben bei wird Geld gedruckt um mit der Staatsverschuldung klar zukommen.
Oder habe ich da etwas grundlegend falsch verstanden?
Dienstag, 26. März 2013
Gesammelte Gedanken (was ich mag)
Gesammelte Gedanken, dem Stichwort 'was ich bisher mag' zugeordnet:
- Lancaster Downtown
- überdachte Marktplätze
- das schöne Frühlingswetter
- Erdnussbutter
- das Fußgänger faktisch Vorrang haben
- free WiFi
- Haferbrei, auch wenn's instant ist
- Fernbusreisen
- Eichhörnchen
- dass es überall Geldautomaten gibt
- das sich fast alles 'cash' regeln lässt
- dass es Münzfernsprecher (Telefonzelle / Säule) gibt die funktionieren
- manchmal Rootbeer (was auch immer das ist)
- die Idee von 'the simple way'
- Shane Claiborn
- Amish people (wo auch immer sie sind)
- dass die Idee von Mülltrennung bekannt ist
- entspannte Kleinstädte
- das rechteckige Straßensystem (wenn es nicht zu strikt ist)
- Ultimate Frisbee Spiele (besonders vorm Capitol)
+ meine Freundin
- Lancaster Downtown
- überdachte Marktplätze
- das schöne Frühlingswetter
- Erdnussbutter
- das Fußgänger faktisch Vorrang haben
- free WiFi
- Haferbrei, auch wenn's instant ist
- Fernbusreisen
- Eichhörnchen
- dass es überall Geldautomaten gibt
- das sich fast alles 'cash' regeln lässt
- dass es Münzfernsprecher (Telefonzelle / Säule) gibt die funktionieren
- manchmal Rootbeer (was auch immer das ist)
- die Idee von 'the simple way'
- Shane Claiborn
- Amish people (wo auch immer sie sind)
- dass die Idee von Mülltrennung bekannt ist
- entspannte Kleinstädte
- das rechteckige Straßensystem (wenn es nicht zu strikt ist)
- Ultimate Frisbee Spiele (besonders vorm Capitol)
+ meine Freundin
Montag, 25. März 2013
Was ist gefährlich? (Gebet oder Gewalt)
Wie oft kann man denn wohl beten oder singen "break my heart for what breaks yours" bevor Gott das nicht nur ernst nimmt sondern auch direkt erhört?
Und wird es wohl leichter mit großzügig sein, wenn man mehr gibt? Welchen Anteil meines Überfluss es bin ich bereit abzugeben. Und wird es nicht erst dann ein Opfer, wenn ich von dem Nötigen gebe und keinen Überfluss habe? Eigentlich wollte ich nur fragen, wie oft man wohl alles geben kann. Ich kann mir nicht ganz vorstellen, das sich mein Gewissen und mein Inneres beruhigt, wenn ich alles Geld verschenkt habe. Wenn ich dann noch angeschnorrt würde, könnte ich dann ruhig sagen, ich habe schon alles gegeben? Oder würde ich dann anfangen meine CDs und Gitarren zu verkaufen. Und bliebe dann nicht am Ende nur noch ein T-Shirt übrig? Und wo wäre das Problem?
Ich fühle mich nicht wohl in meiner Umgebung. Schlüsselkinder, die sich in Gewaltandrohung üben bin ich nicht mehr gewohnt. Das Teens leicht bekleidet draußen rumhüpfen überrascht mich nicht so sehr. Aber das Frauen auf offener Straße angegraben werden und danach ein Messer aufklappt ist mir doch etwas unheimlich. Dass man sich fragt ob man letzte Nacht Schüsse gehört hat und Nachmittags anscheinend Verletzte nach Hause getragen werden, das gruselt mich. In der letzten Woche sind mir mehr Drogen zum Kauf angeboten worden als in den letzten sieben Jahren.
Wahrscheinlich ist das Problem, das ich mich in Deutschland in den falschen Ecken herum treibe (Harburg Downtown z.B.).
Und wird es wohl leichter mit großzügig sein, wenn man mehr gibt? Welchen Anteil meines Überfluss es bin ich bereit abzugeben. Und wird es nicht erst dann ein Opfer, wenn ich von dem Nötigen gebe und keinen Überfluss habe? Eigentlich wollte ich nur fragen, wie oft man wohl alles geben kann. Ich kann mir nicht ganz vorstellen, das sich mein Gewissen und mein Inneres beruhigt, wenn ich alles Geld verschenkt habe. Wenn ich dann noch angeschnorrt würde, könnte ich dann ruhig sagen, ich habe schon alles gegeben? Oder würde ich dann anfangen meine CDs und Gitarren zu verkaufen. Und bliebe dann nicht am Ende nur noch ein T-Shirt übrig? Und wo wäre das Problem?
Ich fühle mich nicht wohl in meiner Umgebung. Schlüsselkinder, die sich in Gewaltandrohung üben bin ich nicht mehr gewohnt. Das Teens leicht bekleidet draußen rumhüpfen überrascht mich nicht so sehr. Aber das Frauen auf offener Straße angegraben werden und danach ein Messer aufklappt ist mir doch etwas unheimlich. Dass man sich fragt ob man letzte Nacht Schüsse gehört hat und Nachmittags anscheinend Verletzte nach Hause getragen werden, das gruselt mich. In der letzten Woche sind mir mehr Drogen zum Kauf angeboten worden als in den letzten sieben Jahren.
Wahrscheinlich ist das Problem, das ich mich in Deutschland in den falschen Ecken herum treibe (Harburg Downtown z.B.).
Samstag, 23. März 2013
Was sonst noch in New York passierte (Großstadtgeschichten)
Manchmal kommt es ja anders, als wie man denkt. Da dachte ich doch glatt, nach meiner gemeinsamen Zeit mit AR in New York könnte ich noch ein paar Tage in der Stadt verbringen und bei einem Freund schlafen. Letzteres war leider nicht möglich. Das Hostel war fürs Wochenende schon ausgebucht. Und langsam wurde ich gewahr, dass auch andere offizielle (und weniger offizielle) Schlafstätten belegt waren. Der Grund war wohl St. Patricks Tag, der Tag des nationalen Besäufnisses! Der wird immer am 17ten März begangen, außer erfällt auf einen Sonntag, dann macht man es einen Tag vorher so auch an dem betreffenden Wochenende. Auch die Idee übers Internet im erwiterten Freundeskreis unter acht Millionen New Yorkern einen zu finden, der bereit war mich aufzunehmen erwies sich als nicht fruchtbar. Der letzte Ansatz war einfach bei einer christlichen Kommunität aufzuschlagen und anzufragen. Aber die bloße Kenntnis des Stadtteils reichte zu deren Auffinden
nicht aus. Dafür entdeckte ich eine Musikprobe in einer Gemeinde, und in der Folge viel über mich. Das Engagement der Gemeinde endete damit mich vor einer Obdachlosenunterkunft abzusetzen und in eine Richtung zu deuten wo noch einige Hotels zu finden wären. Auf diese Obdachlosenunterkunft wollte ich mich aber weder wegen der anstehenden Formalien, noch des knastähnlichen Flairs einlassen. Auch glaubte ich das dieses Angebot anderen zu steht und mich nicht betrifft. Also zog ich weiter richtung Hotel. Dort gab es tatsächlich noch ein Zimmer, welches aber so viel Kosten sollte wie die letzten drei Nächte zusammen, was ich nicht einsehen wollte. Es sollten ja auch noch andere Möglichkeiten bestehen. Das einzige was ich noch fand was eine Motel Lobby in der verschiedene Pärchen abhingen, ein Preisaushang der Zimmer in vier Stundenblöcken an bot, und ein Sicherheitsdienst, der rief: "The next!" Da habe ich es dann doch vorgezogen draußen Platte zu
machen, was sich als schwierig genug erwies, da alles bebaut oder abgezäunt war. Und entdeckt werden wollte ich auch nicht weder von der Polizei, noch von Anwohnern, die angehalten werden jeden und alles zu verdächtigen. Schließlich habe ich mich auf einem Spielplatz niedergelassen, was sehr gut funktionierte.
Da ich schon mal zu gegebener Zeit in der Stadt befand wollte ich natürlich auch wissen was denn diesen großen Feiertag ausmacht. Einen ersten Eindruck bekam ich am Bahnhof (Penn Station): ungefähr jeder trägt mehr oder weniger grüne oder passende Kleidung und Accesoirs. Auch sehr beliebt ist es wenig zu tragen, z.B. nur Hose und T-Shirt wobei auf letzterem vorzugsweise Anspielungen auf die (nicht vorhandene) irische Abstammung, sexuelle Gelüste oder Trinkabsichten bekundet werden. (Den Fortschritt von letzterem konnte man gut an lautstarkem Gegröle oder völliger Apathie erkennen.) Da ich keine weiteren Absichten und Termine hatte bin ich einfach der Masse und dem Reiseführer zu folgen. An einer abgesperrten Straße (5th Ave) fand ich einen schönen Aussichtspunkt und wartete dann auf die große Parade, die ich t.w. schon in der Ferne sehen konnte. Nach Stunden stellte ich fest, dass sie sich nur von mir weg bewegte. Also musste ich mich mit
meinem Gepäck durch die Menschenmassen schieben. Über Stunden und Meilen erstreckten sich in wechselnder Folge Marching Bands, uniformierte Feuerwehrleute, fahnenschwingende Tanzgruppen und Variationen der gleichen. (Aber hat man eine [Virtelstunde] gesehen - hat man alle gesehen.)
Um zu ruhen, nicht zu frieren und mein Telefon (die einzige Möglichkeit überhaupt noch Kenntnis von einer Übernachtungsmöglichkeit zu Erlangen) zu laden hing ich bis zum Abend bei und auf der Staten Iland Ferry ab. Ohne nennenswertes Ergebnis machte ich mich im Schneeregen auf in Richtung Spielplatz. Doch zuvor wollte ich mich noch mit Lebensmitteln versorgen um den Abend und den kommenden Sonntag überstehen zu können. Im Laden wurde ich von einem asiatisch anmutenden Mann angesprochen warum ich denn so viel Gepäck dabei hätte. Unwirsch nuschelte ich was von Flughafen. Als ich den Laden verließ war der Kerl wieder dort und fragte ob ich schon was für den Abend vorhätte oder ob ich nicht bei ihm vorbei kommen wollte. Da stünde zwar noch Besuch an aber das ließe sich schon arrangieren. In Anbetracht der Alternative draußen zu hocken ließ ich mich auf die Einladung ein. Der Asiat erwies sich als Brasilianer, der seiner Kultur folgend gerne
mal jemanden einlädt. Auf dem Weg zu seinem Appartement erbat ich mir göttlichen Beistand für den bevorstehenden Abend und die Nacht, während mein Gastgeber mich fragte, ob ich denn einer von der guten Sorte wäre. Das Zimmer stellte sich als komprimiert Juwelierswerkstadt heraus. Während der Boden mit Tischen und Regalen vollgestellt war, in denen Edelsteine lagerten oder auf denen sie sortiert und geordnet wurden, hingen von der Decke Werkzeuge und andere Gerätschaften. Den kleinen Gastgeber störte das alles nicht. In einer kleinen Ecke, auf einem improvisierten Tisch servierte er das Abendessen für den inzwischen eingetroffenen Besuch.
Es entspann sich ein Gespräch zwischen Professoren, Juwelier, Broadway Intendant, Weltenbummler und Tierliebhabern über Straßenhunde und Edelsteine. In Bezug auf die Geheimniskrämerei seiner Branche sagte mein Gastgeber: "Mein Herr ist großzügig, darum kann ich es auch sein! - Ich teile mein Wissen gerne." Schließlich verschwand der Besuch wieder und zurück blieben ich und die Frage wohin ich denn gehen wollte. Und weil ich kein gutes Ziel hatte, durfte ich einfach bleiben.
Den Rest des Abends und den ganzen nächsten Tag verbrachten wir im Gespräch. Sehr schnell stellten wir fest, dass wir dem gleichen Herrn folgen. Und so hörte ich mir seine Gedanken und Überlegungen an. Darüber, dass er Jesus liebt und die Bibel respektiert aber vieles nicht mag. Wieviel mehr er sich Liebe und Respekt darin wünscht statt Kriegsgeschichten und Imperialismus. Wie schräg sich das Evangelium in einer ehemaligen Kolonie anhört. Dass seine Leute im Dschungel nichts vermissen und keinen Missionar brauchen, der ihnen erzählt, das ihre (nackte) Kultur falsch und sündig ist. Dass wir eh niemanden bekehren können und das Gottes Sache ist, für die er schon sorge trägt. Wie sehr er unter seinem Unfall und der Krankheit leidet. Dass er es nicht mehr ertragen möchte. Wie er vergeblich daran arbeitet mit seinem Geschäft wieder auf die Füße zu kommen um endlich wieder auswandern zu können. Wie sehr es ihn schmerzt, kein Geld mehr zu
haben für die Bettler. Dass er lieber 5 statt einem Dollar gibt, damit es sich für den Empfänger lohnt. Wie beschämend, aufdringlich, respektlos und verletzend es ist Nahrung zu verschenken, statt Geld zu geben, Selbstständigkeit und Wissen um die richtige Versorgung der Bedürfnisse zu unterstellen. Wie sehr er sich wünscht, dass Gott endlich mehr eingreift, statt auf sich warten zu lassen. Und wie einsam er ist, weil er mit keinem diese Gedanken teilen kann, wie er immer wieder in Gemeinde aneckt und keine fand in der er sich wohl fühlt.
nicht aus. Dafür entdeckte ich eine Musikprobe in einer Gemeinde, und in der Folge viel über mich. Das Engagement der Gemeinde endete damit mich vor einer Obdachlosenunterkunft abzusetzen und in eine Richtung zu deuten wo noch einige Hotels zu finden wären. Auf diese Obdachlosenunterkunft wollte ich mich aber weder wegen der anstehenden Formalien, noch des knastähnlichen Flairs einlassen. Auch glaubte ich das dieses Angebot anderen zu steht und mich nicht betrifft. Also zog ich weiter richtung Hotel. Dort gab es tatsächlich noch ein Zimmer, welches aber so viel Kosten sollte wie die letzten drei Nächte zusammen, was ich nicht einsehen wollte. Es sollten ja auch noch andere Möglichkeiten bestehen. Das einzige was ich noch fand was eine Motel Lobby in der verschiedene Pärchen abhingen, ein Preisaushang der Zimmer in vier Stundenblöcken an bot, und ein Sicherheitsdienst, der rief: "The next!" Da habe ich es dann doch vorgezogen draußen Platte zu
machen, was sich als schwierig genug erwies, da alles bebaut oder abgezäunt war. Und entdeckt werden wollte ich auch nicht weder von der Polizei, noch von Anwohnern, die angehalten werden jeden und alles zu verdächtigen. Schließlich habe ich mich auf einem Spielplatz niedergelassen, was sehr gut funktionierte.
Da ich schon mal zu gegebener Zeit in der Stadt befand wollte ich natürlich auch wissen was denn diesen großen Feiertag ausmacht. Einen ersten Eindruck bekam ich am Bahnhof (Penn Station): ungefähr jeder trägt mehr oder weniger grüne oder passende Kleidung und Accesoirs. Auch sehr beliebt ist es wenig zu tragen, z.B. nur Hose und T-Shirt wobei auf letzterem vorzugsweise Anspielungen auf die (nicht vorhandene) irische Abstammung, sexuelle Gelüste oder Trinkabsichten bekundet werden. (Den Fortschritt von letzterem konnte man gut an lautstarkem Gegröle oder völliger Apathie erkennen.) Da ich keine weiteren Absichten und Termine hatte bin ich einfach der Masse und dem Reiseführer zu folgen. An einer abgesperrten Straße (5th Ave) fand ich einen schönen Aussichtspunkt und wartete dann auf die große Parade, die ich t.w. schon in der Ferne sehen konnte. Nach Stunden stellte ich fest, dass sie sich nur von mir weg bewegte. Also musste ich mich mit
meinem Gepäck durch die Menschenmassen schieben. Über Stunden und Meilen erstreckten sich in wechselnder Folge Marching Bands, uniformierte Feuerwehrleute, fahnenschwingende Tanzgruppen und Variationen der gleichen. (Aber hat man eine [Virtelstunde] gesehen - hat man alle gesehen.)
Um zu ruhen, nicht zu frieren und mein Telefon (die einzige Möglichkeit überhaupt noch Kenntnis von einer Übernachtungsmöglichkeit zu Erlangen) zu laden hing ich bis zum Abend bei und auf der Staten Iland Ferry ab. Ohne nennenswertes Ergebnis machte ich mich im Schneeregen auf in Richtung Spielplatz. Doch zuvor wollte ich mich noch mit Lebensmitteln versorgen um den Abend und den kommenden Sonntag überstehen zu können. Im Laden wurde ich von einem asiatisch anmutenden Mann angesprochen warum ich denn so viel Gepäck dabei hätte. Unwirsch nuschelte ich was von Flughafen. Als ich den Laden verließ war der Kerl wieder dort und fragte ob ich schon was für den Abend vorhätte oder ob ich nicht bei ihm vorbei kommen wollte. Da stünde zwar noch Besuch an aber das ließe sich schon arrangieren. In Anbetracht der Alternative draußen zu hocken ließ ich mich auf die Einladung ein. Der Asiat erwies sich als Brasilianer, der seiner Kultur folgend gerne
mal jemanden einlädt. Auf dem Weg zu seinem Appartement erbat ich mir göttlichen Beistand für den bevorstehenden Abend und die Nacht, während mein Gastgeber mich fragte, ob ich denn einer von der guten Sorte wäre. Das Zimmer stellte sich als komprimiert Juwelierswerkstadt heraus. Während der Boden mit Tischen und Regalen vollgestellt war, in denen Edelsteine lagerten oder auf denen sie sortiert und geordnet wurden, hingen von der Decke Werkzeuge und andere Gerätschaften. Den kleinen Gastgeber störte das alles nicht. In einer kleinen Ecke, auf einem improvisierten Tisch servierte er das Abendessen für den inzwischen eingetroffenen Besuch.
Es entspann sich ein Gespräch zwischen Professoren, Juwelier, Broadway Intendant, Weltenbummler und Tierliebhabern über Straßenhunde und Edelsteine. In Bezug auf die Geheimniskrämerei seiner Branche sagte mein Gastgeber: "Mein Herr ist großzügig, darum kann ich es auch sein! - Ich teile mein Wissen gerne." Schließlich verschwand der Besuch wieder und zurück blieben ich und die Frage wohin ich denn gehen wollte. Und weil ich kein gutes Ziel hatte, durfte ich einfach bleiben.
Den Rest des Abends und den ganzen nächsten Tag verbrachten wir im Gespräch. Sehr schnell stellten wir fest, dass wir dem gleichen Herrn folgen. Und so hörte ich mir seine Gedanken und Überlegungen an. Darüber, dass er Jesus liebt und die Bibel respektiert aber vieles nicht mag. Wieviel mehr er sich Liebe und Respekt darin wünscht statt Kriegsgeschichten und Imperialismus. Wie schräg sich das Evangelium in einer ehemaligen Kolonie anhört. Dass seine Leute im Dschungel nichts vermissen und keinen Missionar brauchen, der ihnen erzählt, das ihre (nackte) Kultur falsch und sündig ist. Dass wir eh niemanden bekehren können und das Gottes Sache ist, für die er schon sorge trägt. Wie sehr er unter seinem Unfall und der Krankheit leidet. Dass er es nicht mehr ertragen möchte. Wie er vergeblich daran arbeitet mit seinem Geschäft wieder auf die Füße zu kommen um endlich wieder auswandern zu können. Wie sehr es ihn schmerzt, kein Geld mehr zu
haben für die Bettler. Dass er lieber 5 statt einem Dollar gibt, damit es sich für den Empfänger lohnt. Wie beschämend, aufdringlich, respektlos und verletzend es ist Nahrung zu verschenken, statt Geld zu geben, Selbstständigkeit und Wissen um die richtige Versorgung der Bedürfnisse zu unterstellen. Wie sehr er sich wünscht, dass Gott endlich mehr eingreift, statt auf sich warten zu lassen. Und wie einsam er ist, weil er mit keinem diese Gedanken teilen kann, wie er immer wieder in Gemeinde aneckt und keine fand in der er sich wohl fühlt.
Dienstag, 6. November 2012
erster Jahresrückblick
Auf die Gefahr oder Möglichkeit hin den ersten Jahresrückblick zu bringen, möchte ich schon mal jetzt festhalten. Dieses Jahr war ein außergewöhnliches, ein gutes, ein außergewöhnlich gutes Jahr. Auch wenn ich nicht alles Sahne fand, manches gerne anders gehabt hätte, Scheiße passiert - ist in der Summe ist es gut. Selbst wenn nur noch Dreck kommen würde, war es ein gutes Jahr. Ich habe so vieles erleben, ausprobieren und erfahren dürfen, was bisher nicht da war. Und da waren viele sehr wertvolle Dinge bei. Exemplarisch wären da, geliebt werden, lieben, küssen, Gott hören, Plan sehen, Platz finden, Freiheit ausleben, wild sein, verrückt tun, fallen lassen, gehalten werden, glücklich sein, lachen, weinen, lernen, verstehen, riechen, finden ... Es ist eine unvollständige Aufzählung.
Herzlichen Dank an alle, die daran beteiligt waren, etwas dazu bei getragen haben oder sich mitfreuten.
Mittwoch, 24. Oktober 2012
Liebeskrank (Video)
Ich habe da mal wieder einen Ohrwurm, den ich gerne gewillt bin zu teilen. (Auch wenn ich keine Rechte am Video, Text, Bild oder Musik habe.) Liebeskrank kann echt was schönes sein.
'Harp in My Heart' by 'The Glorious Unseen'
| (You're so unpredictable.) | (Du bist so unberechenbar.) | |
| There's a harp in my heart | Es gibt eine Harfe in meinem Herzen | |
| and only You can play it. | und nur du kannst darauf spielen. | |
| There's a song in my soul | Es gibt ein Lied in meiner Seele | |
| and only You can sing it. | und nur du kannst es singen. | |
| You're so unpredictable. | Du bist so unberechenbar. | |
| Just like the rhythm, | Genau wie der Rhythmus, | |
| the rhythm of weeping. | der Rhythmus des Weinens. | |
| And my life is still so upside-down. | Und mein Leben steht immer noch Kopf. | |
| But You keep on coming, | Du bleibst dabei zu kommen | |
| coming around. | vorbei zu kommen. | |
| You keep on loving, | Du liebst weiter | |
| even when I let You down. | auch wenn ich dich im Stich lasse. | |
| I am lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| I am lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| I am lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| For You, my God, | Nach dir, mein Gott, | |
| You have my heart. | du hast mein Herz. | |
| There's a harp in my heart | Es gibt eine Harfe in meinem Herzen | |
| and only You can play it. | und nur du kannst darauf spielen. | |
| There's a song in my broken soul | Es gibt ein Lied in meiner gebrochenen Seele | |
| and only You can sing it. | und nur du kannst es singen. | |
| Only You can satisfy | Nur du kannst zufrieden stellen | |
| my very deepest heart cry. | das tiefste Verlangen meines Herzens. | |
| And so I come to You | Und so komme ich zu dir | |
| with what I am. | mit dem, was ich bin. | |
| A sinful and weak | Ein sündiger und schwacher | |
| broken man. | gebrochener Mann. | |
| Longing to run, | Verlange zu laufen | |
| yet struggling to stand. | noch kämpfend, um zu stehen. | |
| I am lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| I am lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| I am lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| For You, my God, | Nach dir, mein Gott, | |
| You have my heart. | du hast mein Herz. | |
| I'm lovesick for You. | Ich bin liebeskrank nach dir. | |
| I'm lovesick for You, Jesus. | Ich bin liebeskrank nach dir, Jesus. | |
| So lovesick for You. | Ich bin liebeskrank nach dir. | |
| I'm lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| So lovesick. | So liebeskrank | |
| I am lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| I am lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| I am lovesick. | Ich bin liebeskrank. | |
| For You, my God, | Nach dir, mein Gott, | |
| you have my heart. | du hast mein Herz. |
Donnerstag, 27. September 2012
Meine Planlosigkeit und Parchim
Hallo Welt!
Falls da draußen jemand ist, der weiß wer ich bin und was mich umtreibt, - ich bin für Hilfe und Anregungen offen.
Gestern zum Beispiel: Ich habe habe ja immer hunderttausend Pläne und Idee, was man machen könnte. Aber dabei bleibt es meistens auch. Wenn ich erstmal zu Hause bin, kommt mein Hintern so schnell nicht mehr vor dir Tür. Und wenn ich mal am PC sitze kommt er auch so schnell nicht mehr hoch. - Das ist manchmal voll ätzend und frustrierend.
Das könnte aber auch daran liegen, dass ich keine richtige Ahnung habe, wie ich mit meiner großen Frage weiter machen soll. - Und dann ist es mir einfach einfacher sie zu ignoreireren (bis ich schlafen gehe - dann ploppt sie noch mal kurz auf).
Dabei ist es gewissermaßen ein Luxusproblem. Dem Projekt in Parchim hatte ich auf der Hinfahrt eigentlich keine große Chance mehr gegeben. (- Wie hätte das auch mit Neubrandeburg mithalten sollen?!) Aber als ich dort war entpuppte es sich als mega geil. So hatte ich es ja auch in Erinnerung, deshalb wollte ich es mir ja ansehen. Aber es war noch besser. Es ist irgendwas von Gemeindeerneuerung und Neugründung in einer Landeskirchlichen Gemeinschaft. Mit Drive und Pepp, ohne große Rücksicht auf Konventionen. Und all das mit einem brauchbaren System und gegebener Infrastruktur. (By the way - welche Gemeinde kann von sich sagen, dass ihre Jugendräume als Schulhof genutzt werden können?!)
Dort könnte ich durchaus meinen Platz finden. Es scheint, als wenn man mich mit meinen Gaben brauchen kann.
Und mir ist, als wenn Gott mir sagt, dass es meine Entscheidung ist. Shit egal wo in McPom. Wie dumm, da müsste ich ja wissen, was ich will (ok, ich weiß, dass ich nach Neubrandenburg tendiere) und wissen warum und beurteilen können ob meine Motive die richtigen sind. - Äh und ob Gott nicht doch was konkretes sagt und ob ich da nicht was überhört habe. Und ich möchte ja eigentlich auch nich' irgendwen (in Parchim) enttäuschen.
Falls da draußen jemand ist, der weiß wer ich bin und was mich umtreibt, - ich bin für Hilfe und Anregungen offen.
Gestern zum Beispiel: Ich habe habe ja immer hunderttausend Pläne und Idee, was man machen könnte. Aber dabei bleibt es meistens auch. Wenn ich erstmal zu Hause bin, kommt mein Hintern so schnell nicht mehr vor dir Tür. Und wenn ich mal am PC sitze kommt er auch so schnell nicht mehr hoch. - Das ist manchmal voll ätzend und frustrierend.
Das könnte aber auch daran liegen, dass ich keine richtige Ahnung habe, wie ich mit meiner großen Frage weiter machen soll. - Und dann ist es mir einfach einfacher sie zu ignoreireren (bis ich schlafen gehe - dann ploppt sie noch mal kurz auf).
Dabei ist es gewissermaßen ein Luxusproblem. Dem Projekt in Parchim hatte ich auf der Hinfahrt eigentlich keine große Chance mehr gegeben. (- Wie hätte das auch mit Neubrandeburg mithalten sollen?!) Aber als ich dort war entpuppte es sich als mega geil. So hatte ich es ja auch in Erinnerung, deshalb wollte ich es mir ja ansehen. Aber es war noch besser. Es ist irgendwas von Gemeindeerneuerung und Neugründung in einer Landeskirchlichen Gemeinschaft. Mit Drive und Pepp, ohne große Rücksicht auf Konventionen. Und all das mit einem brauchbaren System und gegebener Infrastruktur. (By the way - welche Gemeinde kann von sich sagen, dass ihre Jugendräume als Schulhof genutzt werden können?!)
Dort könnte ich durchaus meinen Platz finden. Es scheint, als wenn man mich mit meinen Gaben brauchen kann.
Und mir ist, als wenn Gott mir sagt, dass es meine Entscheidung ist. Shit egal wo in McPom. Wie dumm, da müsste ich ja wissen, was ich will (ok, ich weiß, dass ich nach Neubrandenburg tendiere) und wissen warum und beurteilen können ob meine Motive die richtigen sind. - Äh und ob Gott nicht doch was konkretes sagt und ob ich da nicht was überhört habe. Und ich möchte ja eigentlich auch nich' irgendwen (in Parchim) enttäuschen.
Montag, 11. Juni 2012
Endlich habe ich eine halbe Stelle. Und endlich habe ich Urlaub gehabt. Ich habe tatsächlich mehr Zeit zum Leben. Und das mache ich irgendwie auch. Nur irgendwie anders als ich es mir gedacht hatte. Es kommt mir vor, als wenn ich ziemlich im hier und jetzt angekommen bin. Ich lebe den Tag, wie es sich gerade anbietet, gucke welche Möglichkeiten in der nächsten halben Woche da sind und lasse es auf mich zu kommen. Dabei verblassen meine Planungen und Ideen von der Zukunft. Das könnte ganz gut sein, weil ich so weniger von meinen eigenen Vorstellungen festgelegt bin. Das ist aber auch ein bisschen gruselig, weil ich einfach ungefähr gar nix mehr anpacke von dem, was mal auf meiner Agenda stand. - Unheimlich...
Letztes Wochenende war ich als Mitarbeiter bei Vineyard Psalmkultour 2012 in Hannover dabei. Mit dem Aufbau und Abbau war mein Job im wesentlichen getan, so dass ich mir schön drei Seminare reinflöten konnte. Ich habe eine volle Packung abbekommen an dem Tag. Wen Tränen ein Qualitätsiegel sind, dann war es ein verflixt hochwertiger Tag! Ich habe zum ersten Mal so annähernd richtig kapiert, was es bedeuten könnte ein Königskind Gottes zu sein. Geliebt und angenommen zu sein, ohne Leistungen und Vorbedingungen. Ja, ich habe das schon sehr oft gehört, aber wohl erst sehr spät kapiert. Aber lieber spät als gar nicht. Nun gilt es dieses Bewusstsein wach zu halten und aus dieser Erkenntnis zu leben - nich' als Leistung, einfach weil ich es kann und es geil befreiend ist.
Letztes Wochenende war ich als Mitarbeiter bei Vineyard Psalmkultour 2012 in Hannover dabei. Mit dem Aufbau und Abbau war mein Job im wesentlichen getan, so dass ich mir schön drei Seminare reinflöten konnte. Ich habe eine volle Packung abbekommen an dem Tag. Wen Tränen ein Qualitätsiegel sind, dann war es ein verflixt hochwertiger Tag! Ich habe zum ersten Mal so annähernd richtig kapiert, was es bedeuten könnte ein Königskind Gottes zu sein. Geliebt und angenommen zu sein, ohne Leistungen und Vorbedingungen. Ja, ich habe das schon sehr oft gehört, aber wohl erst sehr spät kapiert. Aber lieber spät als gar nicht. Nun gilt es dieses Bewusstsein wach zu halten und aus dieser Erkenntnis zu leben - nich' als Leistung, einfach weil ich es kann und es geil befreiend ist.
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Donnerstag, 26. April 2012
Lernprozess
Und wieder ist es passiert. Ich bin unfair und unfreundlich zu meinem Mädchen. Es knirscht und knistert. Und ich bekomme die Augen geöffnet und erkenne (ansatzweise) wie seltsam mein Denken ist und was schief läuft.
Wir denken über unsere Träume vom Leben nach. Und sie haut Worte auf den Tisch, die ich schon lange vergessen und nicht mehr im Blick hatte. Sowas wie "Leichtigkeit des Seins", oder etwa "im Einklang mit Gott unterwegs sein", "Zufriedenheit" hatte ich noch im Ohr.
Und dann schickt sie mich ins Theater zum General des Himmels. Es ist zum heulen! Ich sehe wie krass wir uns im Miteinander verletzen können. Merke wie schwer es mir fällt Gott und Jesus einfach zu lieben. Höre Sätze wie "Durch getrocknete Tränen schauen wir mit Augen der Sehnsucht auf...". - und merke wie da immer noch der Hunger ist, auch wenn ich ihn nicht immer spüre.
Wir denken über unsere Träume vom Leben nach. Und sie haut Worte auf den Tisch, die ich schon lange vergessen und nicht mehr im Blick hatte. Sowas wie "Leichtigkeit des Seins", oder etwa "im Einklang mit Gott unterwegs sein", "Zufriedenheit" hatte ich noch im Ohr.
Und dann schickt sie mich ins Theater zum General des Himmels. Es ist zum heulen! Ich sehe wie krass wir uns im Miteinander verletzen können. Merke wie schwer es mir fällt Gott und Jesus einfach zu lieben. Höre Sätze wie "Durch getrocknete Tränen schauen wir mit Augen der Sehnsucht auf...". - und merke wie da immer noch der Hunger ist, auch wenn ich ihn nicht immer spüre.
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Sonntag, 8. April 2012
Ostern
Gott sei Dank! Denn dieses Jahr fiel Ostern, wie zuletzt auch Weihnachten, auf einen Sonntag. Das hat den Vorteil, dass ich frei hatte und nicht arbeiten musste. So konnte ich denn auch am Frühgottesdienst um sechs Uhr teilnehmen (wie bescheuert am einzigen freien Tag so früh aus der Kiste zu krabbeln)! So richtig in Kirche, - war ich wohl noch nie. Ist echt etwas anders und gewöhnungsbedürftig.
Mein Mädchen ist hinreizend! Es reizt mich zu ihr hin.
Und ich bin nicht zerstreut, verwirrt, confused, sprunghaft, desorientiert oder fahrig - ich bin vielseitig interessiert!
Mein Mädchen ist hinreizend! Es reizt mich zu ihr hin.
Und ich bin nicht zerstreut, verwirrt, confused, sprunghaft, desorientiert oder fahrig - ich bin vielseitig interessiert!
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Mittwoch, 4. April 2012
Mit dem falschen Fuß aufgestanden
Ha, ich habe eben meine ersten selbstbezahlten Ausgaben vom kranken Boten erhalten. Ich kann ja nicht immer nur für das Blatt schreiben, ich muss es ja auch mal lesen.
Bevor das was mit den Öko Schuhen wird, habe ich mir ein par Fußballschlappen besorgt. Die ersten meines Lebens und das mit einem gruselig günstigen Osterangebot. 17,50 Euro können nicht wirtschaftlich oder nett sein.
Gestern habe ich das halbjährige Bestehen meiner Beziehung begehen dürfen - abgefahren!
Ich glaub vor lauter Arbeit will ich nur noch schlafen, denn eine Winterdepression kommt im Frühling nicht infrage. Dummerweise finde ich so natürlich auch keinen Termin für ein Bewerbungsgespräch und kann auch keine Unterlagen vorbereiten.
Bevor das was mit den Öko Schuhen wird, habe ich mir ein par Fußballschlappen besorgt. Die ersten meines Lebens und das mit einem gruselig günstigen Osterangebot. 17,50 Euro können nicht wirtschaftlich oder nett sein.
Gestern habe ich das halbjährige Bestehen meiner Beziehung begehen dürfen - abgefahren!
Ich glaub vor lauter Arbeit will ich nur noch schlafen, denn eine Winterdepression kommt im Frühling nicht infrage. Dummerweise finde ich so natürlich auch keinen Termin für ein Bewerbungsgespräch und kann auch keine Unterlagen vorbereiten.
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Montag, 5. März 2012
Lernfeld ich selbst und Gott
Bei diesem ganzen Nachdenken über die Frau, unsre Beziehung und mich ist mir etwas erschreckend deutlich geworden: Ich bin unglaublich scheiße selbstsüchtig. Gruselig ganz besonders, weil das vor keinem Lebensbereich halt macht - auch nicht vor Partnerschaft und Liebe. Ich lerne mich gerade neu kennen - und das nicht von meiner besten Seite.
Und gleichzeitig lerne ich auch bruchstückhaft, dass und wie Gott mich liebt, obwohl ich so verkorkst bin. Im wahrsten Sinne des Wortes habe ich ein paar Segnungen vor die Füße gelegt bekommen (den Fahrradschlüssel) oder anders empfangen dürfen (prophetischer Eindruck). Und dabei kümmere ich mich zur Zeit nicht mal besonders um ihn. - Was nur das Prinzip und seine Qualitäten in Sachen Gnade unterstreicht. Er ruft mich wohl - ich sollte ihm antworten...
Und gleichzeitig lerne ich auch bruchstückhaft, dass und wie Gott mich liebt, obwohl ich so verkorkst bin. Im wahrsten Sinne des Wortes habe ich ein paar Segnungen vor die Füße gelegt bekommen (den Fahrradschlüssel) oder anders empfangen dürfen (prophetischer Eindruck). Und dabei kümmere ich mich zur Zeit nicht mal besonders um ihn. - Was nur das Prinzip und seine Qualitäten in Sachen Gnade unterstreicht. Er ruft mich wohl - ich sollte ihm antworten...
Donnerstag, 1. März 2012
Zustände
In diesen Umständen habe ich Zustände, die ich nie zuvor hatte. Wahnsinn und Irrsinn spielen 'Fangen' in meinem Kopf. Und ansonsten habe ich noch den bei mir besonders aberwitzig ausgestalteten Zustand der Geistigenumnachtung, und halte mich dabei für voll zurechnungsfähig.
Wie soll ich da denn etwas in Worte fassen? Um etwas zu sagen - ohne zu viel zu sagen - ohne etwas falsches zu sagen? Habe ich denn meine Emotionen und Gedanken richtig erfasst, als dass ich sie in Worten äußern könnte?
Ich habe mich verliebt, während mir meine Beziehung um die Ohren fliegt. Ich habe meine Freundin wahnsinnig verletzt und desillusioniert und gleichzeitig bekenne ich zu lieben. Und das alles bei der gleichen Frau. (Und alles in einer Woche.)
Ich lerne über mich. (Oh, und da ist noch entsetzlich viel zu lernen.) Ich lerne über sie und über uns und Beziehung. Es ist noch ein weiter Weg, und ich bin in der Gefahr das Ziel aus den Augen zu verlieren und mich woanders festzugucken.
[Ihr glaubt doch wohl nicht wirklich, dass ich auf dieser öffentlichen Seite mehr verrate!]
Dass ich mir neben bei die Idee aufgebaut habe, ich müsste mal noch einen anderen Beruf erlernen, um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, ist ja dagegen recht überschaubar. Wenn es auch bekloppt und riskant sein mag.
Wie soll ich da denn etwas in Worte fassen? Um etwas zu sagen - ohne zu viel zu sagen - ohne etwas falsches zu sagen? Habe ich denn meine Emotionen und Gedanken richtig erfasst, als dass ich sie in Worten äußern könnte?
Ich habe mich verliebt, während mir meine Beziehung um die Ohren fliegt. Ich habe meine Freundin wahnsinnig verletzt und desillusioniert und gleichzeitig bekenne ich zu lieben. Und das alles bei der gleichen Frau. (Und alles in einer Woche.)
Ich lerne über mich. (Oh, und da ist noch entsetzlich viel zu lernen.) Ich lerne über sie und über uns und Beziehung. Es ist noch ein weiter Weg, und ich bin in der Gefahr das Ziel aus den Augen zu verlieren und mich woanders festzugucken.
[Ihr glaubt doch wohl nicht wirklich, dass ich auf dieser öffentlichen Seite mehr verrate!]
Dass ich mir neben bei die Idee aufgebaut habe, ich müsste mal noch einen anderen Beruf erlernen, um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, ist ja dagegen recht überschaubar. Wenn es auch bekloppt und riskant sein mag.
Sonntag, 13. November 2011
Regiotreffen der Jesus Freaks
Dieses Wochenende habe ich mich steil in die JesusFreaks Szene geschmissen. In Hamburg läuft seit etwa 2 Jahren eine Neugründung - und weil es Bedarf gab, und ich es sowie so vor hatte mich den Freaks anzuschließen, habe ich gesagt, dass ich Verantwortung übernehmen will. Und Zack- seit dem werde ich als Teil des Leitungkreises geführt. Das ging schnell.
Und dieses Wochenende war in HH das 'Region Nord' treffen. Es waren alle Freaks aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein eingeladen zum Austausch und zur Ermutigung. Praktisch sind wir mit rund 20 Leuten in einem Gemeindehaus eingezogen, haben abgehangen, musiziert, diskutiert, gegrillt, gelernt gechilled, Videos geguckt und uns kennen gelernt. Wir haben eine musikalische Kiezführung mitgemacht, einen Godi gestaltet, für einander gebetet und bedacht, was die Vision der Freaks und Gottes Idee mit ihnen ist.
Große und großartige Dinge sind möglich. Es ist viel zu tun. Es wird schwer werden, weh tun und Kraft kosten. Menschen bringen mich an meine Grenzen.
Und dieses Wochenende war in HH das 'Region Nord' treffen. Es waren alle Freaks aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein eingeladen zum Austausch und zur Ermutigung. Praktisch sind wir mit rund 20 Leuten in einem Gemeindehaus eingezogen, haben abgehangen, musiziert, diskutiert, gegrillt, gelernt gechilled, Videos geguckt und uns kennen gelernt. Wir haben eine musikalische Kiezführung mitgemacht, einen Godi gestaltet, für einander gebetet und bedacht, was die Vision der Freaks und Gottes Idee mit ihnen ist.
Große und großartige Dinge sind möglich. Es ist viel zu tun. Es wird schwer werden, weh tun und Kraft kosten. Menschen bringen mich an meine Grenzen.
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Dienstag, 25. Oktober 2011
Neues Leben?!
Alder Falder! Wer hätte gedacht, dass das Leben noch mal so aufregend werden könnte. Es ist ein bisschen, als währe ich ungefähr 10 Jahre jünger. Ich habe meinen ersten eigenen Job und nächsten Monat bekomme ich ein richtiges Gehalt. Ok, ich muss mich auch um eine Krankenkasse kümmern und mit anderen Verwaltungssachen herumschlagen. Aber das könnte zum Erwachsenwerden gehören. Ich will in eine Gemeinde einsteigen und enthusiastisch wie ein Teenie mit ihr die Stadt und die ganze Welt verändern. Ich bin dabei mir ein eigenes, neues Wertesystem aufzubauen und mein Leben langsam daran auszurichten. Ich habe fest gestellt, wie gut es sich ohne eigene Wohnung leben lässt und wie gut man auf der Straße schlafen kann und doch werde ich wohl versuchen selber eine eigene Wohnung zu finden. Dass ich nun eine feste Beziehung habe, setzt dem ganzen noch die Krone auf. Alder Falder! Da geht was, ich bin gespannt, was genau. Ich werde mir das sehr gut ansehen. ;-)
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Sonntag, 18. September 2011
Wohl Recht - soziale Fehlstände
So eine Unverschämtheit! Da verkündet er ohne sich zu schämen vom Notenständer, dass unser Wohlstand Unrecht ist. - Und hat damit auch noch recht.
In den letzten Tagen war ich des öfteren in Hamburg - um mich zu bewerben. Mit meinem dörfischen gewohnheits Horizont ist es echt unangenehm, so viele Menschen auf ein Mal zu sehen. Und ganz besonders so viele zu sehen, wo es ziemlich offensichtlich ist, dass etwas im Leben nicht läuft, wie es sollte. Und man könnte ja auch noch was machen.
Ich habe Angst, dass ich abstumpfe, wenn ich das wieder öfter sehe und dann wieder in Lethargie verfalle.
In den letzten Tagen war ich des öfteren in Hamburg - um mich zu bewerben. Mit meinem dörfischen gewohnheits Horizont ist es echt unangenehm, so viele Menschen auf ein Mal zu sehen. Und ganz besonders so viele zu sehen, wo es ziemlich offensichtlich ist, dass etwas im Leben nicht läuft, wie es sollte. Und man könnte ja auch noch was machen.
Ich habe Angst, dass ich abstumpfe, wenn ich das wieder öfter sehe und dann wieder in Lethargie verfalle.
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