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Dienstag, 11. März 2014

Höhen und Tiefen (Urlaub im Harz)

Wer hatte noch gesagt: "Es sind nicht die Dinge, die wir tun, die uns Kraft kosten, sondern jene welche wir vor uns herschieben." Ich habe keine Ahnung mehr, wo ich dieses Zitat aufgeschnappt habe. Aber es könnte sich gerade in meinem Leben bewahrheiten und verwirklichen. Da ist so vieles zu tun, und das Paket scheint mir so groß zu sein, dass ich nicht weiß, wie ich es anpacken soll. Und so mache ich alles mögliche, aber nicht das was in diesem Dielemma hilft.

Am Brocken durfte ich feststellen, dass 500 Höhenmeter einen erheblichen Einfluss auf das Wetter haben. Überraschend deutlich. Dort oben war es so frisch, dass noch Schnee lag. Als wir los fuhren war es sonnig, als wir runter wanderten war es wieder sonnig. Als wir oben standen soll die Aussicht 8 km betragen haben. Aber das waren wohl nur 8 km bis zum nächsten Nebel. Schade eigentlich, denn so gab es nicht wirklich etwas sehenswertes.

Ansonsten hat es mich tierisch genervt feststellen zu müssen, dass ich mich von einem kleinen Mädchen habe nerven lassen. Und dabei gab es nicht mal Vorsatz oder irgendetwas unangemessenes. - Außer meiner Reaktion... Das macht mich ein bisschen traurig.

Mittwoch, 5. März 2014

Harz 4 me

Besonders schön an der Vorlesungsfeienzeit ist die freie Zeit. Und sehr angenehm war es mir die Möglichkeit zu haben um die Mittagszeit mal eben um die Ecke in den Gebetsraum zu schlappen Gleichgesinnte zu treffen, die Gegenwart Gottes zu suchen und nach Ausrichtung zu gucken.

Diese Zeit geht nun bald zu Ende aber zum Abschluss bin ich mit A. und Freunden von ihr in den Urlaub gefahren. Wintersport ist bei diesem Wetter und den Temperaturen zwar schwierig. Aber auch so ist der Harz ganz schön und die Gelegenheit für eine Auszeit gerade recht. Auch wenn das mit dem Entspannen beim Kinderprogramm oder Kulturprogramm nicht ganz einfach ist.

Dienstag, 20. August 2013

Echt wahr

Das echte Leben nimmt mich gerade schwer in Beschlag, so dass ich leider nicht zum Posten komme. Und neuester Hinderungsgrund ist der magere Internetzugang. Nach Wochen des Streichens und Bastelns bin ich nun in meine eigenen X Wände umgezogen. Aber Leider wartet dort kein Internet auf mich. Und weil ich ansonsten mir Reisen, Feiern und Besuchen beschäftigt war, bin ich weder zum Schreiben auf'm Blog noch zum Buchen von Internet gekommen. Seit diese Woche arbeite ich richtig als Telefonmann. Es ist doch recht anstrengend, aber es läuft besser als befürchtet. - Und hier kann ich in der Freizeit ins Internet.

Montag, 29. April 2013

Familienleben

Während meiner Zeit in Winnipeg habe ich also erlebt, wie es sein kann in einer Familie mit kleinen Kids. 15 Monate und 3,5 Jahre. Da ist aber den ganzen Tag Trabbel und wenn mal nicht, dann ist die Ruhe sehr wertvoll. Ich habe mich kräftig als Babysitter befleißigt und 'ne Menge Spaß gehabt, wenn die Jungs am Lachen waren. Oh, das ist ein großer Lohn. Aber wehe, wenn denen etwas nicht passt- dann ist aber Theater. Zwischen durch habe ich dem Kleinen ja fast Böswilligkeit oder Zorn unterstellt. Aber der gnädige Blick der Mutter formulierte es so: "Er ist frustriert, dass er nicht mitteilen kann, was er möchte." Damit das aber möglichst selten vorkommt, haben sie hier ihren Kindern 'the american sign language' beigebracht. Also quasi Gebärdensprache um das begrenzte verbale Vokabular durch einfache Gesten erweitert. Hat den großartigen Effekt, dass der Junior vieles sagen kann wofür ihm die Worte fehlen. (Mit 'noo' als einzigem richtigen Wort kommt man nicht so weit. Warum aber sammelt er so gerne Dinge ein, gibt sie mir und verkündet durch "noo, noo" dass er sie nicht haben will? Schmeiß doch auf den Boden.) Und bei alle dem: riesigen Respekt an alle Erziehenden von kleinen Kindern!

Winnipeg ist kaum der Rede wert und mit den kleinen im Schlepptau haben wir 'nur' kleine Ausflüge gemacht. Vor der Stadt ein einem Natur Sonstwas hausen ein paar Bisons. Die habe ich in Frieden gelassen, aber von anderen habe ich probiert. Nichts außergewöhnliches, aber nicht so zäh und fettig wie Rind.
Weil der Winter einfach verflixt lang und sau kalt ist, hat man in der City ein Einkaufszentren und Gebäudeblöcke durch Tunnel oder Skywalks (überdachte Brücken) miteinander verbunden. Dann braucht man nicht raus und Kinder können nicht auf die Straße laufen.

Canada review

Es fehlt noch mindestens diese Meldung über meinen Aufenthalt in Canada. Und wartend in der Schlange stehend zum Boarding für den Transaatlantikflug ist die letzte Gelegenheit dies vor Ort zu tun. Die Tatsache, dass das Wetter zu schlecht fürs Einsteigen oder Starten ist, erweitert das Zeitfenster ungemein.

Von Canada habe ich ansich gar nicht so viel mitbekommen, aber ein paar Dinge kann ich festhalten:
+ Sie huldigen der Queen in England. - Gruselig
+ Alles muss in englisch und französisch sein. - Seltsam. Und wieso klingt Französisch etwas wie Hebräisch
+ Es ist alles noch weiter als in den USA. - Und es ist entspannter.

Und Ansonsten habe ich am Familienleben meiner Gastgeber teilgenommen.

Samstag, 20. April 2013

Chi-ca-Go

Da verlasse ich jetzt also die Gegend von Chicago. Dabei hatte ich hier doch eine gute Zeit.

Was lässt sich denn festhalten, was von mir noch nicht berichtet wurde?
Ich bin ein bisschen Straßenbahn gefahren und einen Tag durch die City von Chicago gelaufen. Jo, hier gibt es auch fette Wolkenkratzer (sogar den größten der USA) und tiefe Häuserschluchten. Und an fast jeder Ecke steht jemand, der gerne etwas Wechselgeld hätte. Fast wie in New York City / Manhatten. Nur ist die Atmosphäre eine ganz andere. Nicht so gedrängt, entspannter, langsamer. Es gibt 'ne gute Sammlung an Kultureinrichtungen und einen kilometerlangen Grünstreifen am See, der parkmäßige Ausdehnung nach deutschem Gefühl hat. (Warum der See kein Meer ist weiß man nicht. Vielleicht ist es cooler einen riesigen See zu haben, als 'n lüttes Meer? Vielleicht liegt es auch daran, dass man nach einer Atlantiküberquerung einfach das Gefühl für Gewässergrößen verloren hat.)

Ich war im Naturkundemuseum. Ich habe mir das volle Programm gegönnt um auch in die Ausstellung zur Biolumiszenz gehen zu können. Leider gab es nur Texte zum selberlesen und nur Englisch. Nicht ein einziges echtes Glühwürmchen (nur Modelle) und leuchtende Fische, die nicht zu sehen waren. Schade.
Insgesamt gab es ja mal wieder viel zu viel zu sehen. Und wenn ich mal die historischen Dinge außer Acht lasse, die ich nicht selber erfahren konnte, dann bleiben noch die geographische Sachen nach. Und ich der ich nur auf der Nordhalbkugel in begrenztem Umfang unterwegs war stelle am Modell fest, das es noch so vieles zu entdecken gibt jenseits meines Erfahrungshorizonts, von dem ich nicht mal eine Ahnung habe.
Auch sehr beeindruckend war die Sammlung an echten Saurierskeletten und anderen prähistorischen (unpassendes Wort) Knochen. Das ist sehr überzeugend und macht es leicht an die Existenz dieser Kreaturen zu glauben. Nur warum hat der Kreator nicht erklärt, wie das mit der Geschichte zusammenpasst, von der er berichtet?

Ich habe mir auch einen HotDog im ChicagoStyle genehmigt - und der hatte es in sich in Form von einer Peperoni. Da merkt man von der faden Wurst auch nix.

Donnerstag, 18. April 2013

Jesus People und Evanston Polizei

Na, das war doch mal ein prächtiges Wochenende! Das einzig wirklich nervige ist die Erkältung, die ich vom Laufen am Donnerstag mitgebracht hatte. Die trage ich auch weiter fleißig mit mir herum.

Nichts destotrotz habe ich die Gelegenheit wahrgenommen. Jemand hier vor Ort hat mir eine Führung bei den Jesus People organisiert - und das ist wertvoll, denn das Büro von denen scheint etwas chaotisch zu sein, so dass wir es nie zu einer Verabredung kamen. Ich durfte mich einer anderen Gruppe anschließen und der Geschichte lauschen. Anschließend sind die wieder abgedampft und ich blieb zum Abendessen, dass dort wie alles kostenlos ist. Bei der Gelegenheit lernte ich, wohl nicht zufällig, eine Deutsche kennen, die bei den Jesus People eingeheiratet hat und deshalb in den Staaten bleiben darf. Hinterher haben wir noch spontan das deutsche Brettspiel Funkenschlag in der englischen Fassung gespielt. Es geht darum Städte mit Strom zu versorgen. Dazu muss man Netze bauen, Kraftwerke ersteigern und die nötigen Rohstoffe organisieren. Feine Sache das. Als ich zurück kam, habe ich noch "Der Soldat James Ryan" mit zu ende geguckt und fleißig diskutiert. Das ist natuerlich durchaus interessant so zwischen jungen US Amerikanern und Deutschen.
Nachtrag zu den Jesus People: Sie sind ein Ergebnis der Vergangenheit, entstanden als Reaktion auf die Hippies. Die guten Sachen übernommen und behalten, Promiskuitaet und Drogen rausgelassen. Los ging es mit der REZ Band (mit deren Musik ich aufgewachsen bin) die durch die USA tourten und immer mehr Leute im Schlepptau hatten. Irgendwann blieben sie in Chicago hängen. Und aus den 200 wurden bald 500 Leute. Aber ihnen gefiel es nicht so sehr, so verteilt zu leben - in fünf Häusern, sie wollten dichter beieinander sein. Und durch glückliche Fügungen gelangten sie an ein geschlossenes Hotel, in dem sie nun zusammen leben. Unterm Dach gibt es noch ein paar günstige Zimmer für Senioren (ganze drei Etagen). Jeder ist Mitarbeiter, dafür ist alles ohne Bezahlung zu haben. Insgesamt ein ziemlich verrückter Haufen.

Am Samstag hab ich geholfen im Umsonst Klamottenladen Kleidung zu sortieren. Was man nicht mehr braucht kann man vorbei bringen und was man brauchen kann, darf man mit nehmen. Einfach und nicht ganz doof. Abends haben wir am Lagerfeuer im Hinterhof abgehangen. Die anderen hatten das Haus aufgeräumt und dabei eine Kiste kleine Raketen gefunden. Und im jugendlichen Überschwang haben wir ein paar davon abgefeuert. Und zack, tauchten vier Polizisten auf, es koennte ja eine Schießerei gewesen sein. Nach dem sie unsere Personalien aufgenommen hatte (es war gar kein Strafeintrag fuer mich vorhanden) nahmen sie die Raketen mit. Fünf Minuten später tauchte nochmal einer von ihnen auf und sagte, dass sie die Raketen dorthinten in die Mülltonne gepackt haben und wir sie uns wieder holen können. Das verstehe einer. Was wir aber klar verstanden haben, war das etwa vier Päckchen Raketen fehlten.

Freitag, 5. April 2013

Making and breaking the rules (Was in New York passierte)

Aus verschiedenen Gründen war ich nochmal für drei Tage in New York City. Diesmal habe ich mir die Zeit genommen in Gebäude zu gucken, statt nur dran vorbei zurennen.

Ok, Wall Street und Börse bin ich auch nur vorbei gelaufen. Aber rein darf ich wohl eh nicht. Mit den Ereignissen der vergangenen Jahre ein etwas gruseliger Ort. Aller Dings ist der Gedanke, dass Shane mit seinen Leuten hier 10 000 Dollar in die Luft geworfen hat wieder ziemlich lustig.

Durch die Grand Central Station, ein gewaltiger Bahnhof. Bin ich nur durch gelaufen. 'Nur'. Die Halle ist halb so groß, wie die in Hambur. Allerdings sind hier keine Züge. Die weit über 40 Gleise befinden sich auf zwei Ebenen darunter, alle gehen in die gleiche Richtung. (Ich habe den Eindruck, als wenn die ganze verflixte Stadt unterhöhlt ist. Aber auf was stehen dann die Wolkenkratzer und wie lange noch?) Ich finde es erleichternd zu sehen, dass es nicht überall so strikt zu geht, wie bei Amtrak, aber die Vielfalt der verschiedenen Gesellschaften macht es auch nicht eben einfacher.

Als politisch interessierter Erdenbürger (mit Heimatrechten im Himmel) habe ich mich zum UN Head Quater aufgemacht. (Meine Wasserflasche durfte nicht mit rein sondern musste draußen versteckt werden, mein Taschenmesser hingegen hat niemand interessiert.)
Es war durchaus schön dort zu sein, irgendwie. Ein Ort, an dem man sich nicht für die eigenen Interessen und Belange einsetzt, sondern sich um die Schwachen kümmert. Natürlich ist auch nicht alles nur einfach gut, aber manches. Für den globalen Handel mit Bananen gibt es zig Gesetze. Kurz nach dem ich raus war hat die Generalversammlung die ersten internationalen Regeln zum Handel mit (konventionellen) Waffen beschlossen. Das ist doch mal was konstruktives. Aber solche Abkommen wären nicht nötig, wenn sich alle Menschen verhalten würden, wie es selbstverständlich scheint, es aber nicht ist.

Jetzt komme ich gerade aus dem Museum Of Modern Art. Als kultur interessierter Erdenbürger (mit geringfügig ausgeprägtem Kunstverständnis) wollte ich wissen ob es wert ist dafür um die halbe Welt zu reisen.
Mir scheint die wichtigste Aufgabe und Handlung dieser Künstler war es die Regeln der Kunst und Ästhetik ihrer Zeit zu brechen. Nur lässt sich das nur bedingt verstehen, da sich unser Geschmack verändert hat und von ihnen geprägt wurde. Aber wann sind alle Regeln gebrochen? Ist das eine Regel, dass man Regeln brechen muss? Was passiert wenn man diese Regel bricht? Und wie bekommt man es hin, dass das als Kunst wahrgenommen wird?

Immer wieder denke ich mir "Man, ich hätte mich mal vorher schlau machen sollen, dann wüsste ich besser, was hier los ist." Damit hätte ich bestimmt einen ganzen Monat füllen können. Vielleicht kann ich manches davon nachholen, vielleicht werde ich ständig daran bleiben.

Donnerstag, 28. März 2013

Washigton DC - was war (es war Krieg)

"Da ich schon mal hier bin kann ich ja auch mal nach Washington DC fahren!" dachte ich mir. Dort solle es hübsch sein und wie NYC sei es nur etwa zwei Stunden weit weg. Das stimmt zwar ungefähr, aber die Fahrkarte ist trotzdem doppelt so teuer (min 97$). Gut das ich das nicht wusste bevor ich am Bahnhof stand, sonst wäre ich vielleicht gar nicht aufgebrochen.

In Washington raus aus dem Bahnhof 'Union Station' (zu seiner Zeit größten Bahnhof der Welt) und da stehe ich schon quasi am Capitol - ja das gibt es wirklich, mit eigener Polizei. Ich habe ja den ganzen Tag nach einem Kamerateam ausschau gehalten, damit ich bei einer LiveSchaltung im Hintergrund durch die Tagesschau hätte laufen können. Leider hat die Nachrichten lage ein solches Zeitfenster nicht geöffnet. :-(

Meine Kunstlehrerin hat gesagt, dass ein Obelisk ein Phalus Symbol ist. Wessen Potenz bezeugt dann das Washington Monument?
Is' mir aber eigentlich auch egal. Viel interessanter fand ich ja die riesige Wiese, die sich zwischen diesen Wahrzeichen erstreckt. Da konnte ich einfach Sandwich essender Weise drüber wandern und Amis bei der Freizeitgestaltung zu sehen. Ich war ja begeistert europäischen Soccer zu sehen. Und ich konnte mir Frisbee als Mannschaftssport ansehen. (Jetzt fehlen mir nur noch ein paar andere Bekloppte die mitmachen, damit ich das auch mal spielen kann.)

Aber mal das vergnügliche beiseite. Hier stehen ja einige Ministerien herum und auch die Gebäude in denen Weltpolitik gemacht wird (oder eben auch nicht). Ja, auch das weiße Haus ist quasi um die Ecke. Ist aber auch nur weiß und mit Sicherheitdienst der Touris auf Abstand hält.
Aber interessanter (so von Außen, das andere bekommt man ja auch im TV präsentiert) fand ich den Gedenkstättenpark. Ein riesen Ding für Jefferson, das von Washington erwähnte ich bereits und einen Tempel für Lincoln. Ohne Witz, da pilgern tausende hin und über seinem Standbild steht:
IN THIS TEMPLE
AS IN THE HEARTS OF THE PEOPLE
FOR WHOM HE SAVED THE UNION
THE MEMORY OF ABRAHAM LINCOLN
IS ENSHRINED FOREVER
Ey, da gruselt es mich. Ich weiß kaum was diese Jungs verzapft haben. Bei Martin Luther King weiß ich es (der steht hier neuerdings auch um die Ecke), aber der war auch kein Präsident. Dafür musste er für sein Engagement sterben. Und ob die Verehrung der anderen gerechtfertigt ist - ich habe da so meine Zweifel!

Ok ich gebe zu ich bin nicht optimal informiert und würde gerne meine Kenntnisse auffrischen und ergänzen, damit ich besser verstehen kann. Zum Beispiel wie diese Nation dazu kommt auf der ganzen Welt Kriege anzuzetteln. Gedenkstätten für den ersten und zweiten Weltkrieg ok. Eine grauenvoll lange Liste mit Namen derer, die in Vietnam gefallen sind und eine Gedänkstätte für den Koreakrieg. Koreakrieg? Wusste ich nix von und warum eigentlich? Das scheinen auch die Jungs die man dort hinschickte um zu sterben auch nicht ganz gewusst zu haben:
OUR NATION HONORS
HER SONS AND DAUGHTERS
WHO ANSWERD THE CAALL
TO DEFENT A COUNTRY
THEY NEVER KNEW
AND A PEOPLE THEY NEVER MET

Und was wird man wohl in Erinnerung an den letzten Irakkrieg schreiben?
Ich merke noch kurz ohne Beleg an, dass etwa die Hälfte der US Bundesmittel für Militär, Rüstung und Entwicklung draufgeht, etwa 2 Prozent für Soziales und neben bei wird Geld gedruckt um mit der Staatsverschuldung klar zukommen.
Oder habe ich da etwas grundlegend falsch verstanden?

Samstag, 23. März 2013

Was sonst noch in New York passierte (Großstadtgeschichten)

Manchmal kommt es ja anders, als wie man denkt. Da dachte ich doch glatt, nach meiner gemeinsamen Zeit mit AR in New York könnte ich noch ein paar Tage in der Stadt verbringen und bei einem Freund schlafen. Letzteres war leider nicht möglich. Das Hostel war fürs Wochenende schon ausgebucht. Und langsam wurde ich gewahr, dass auch andere offizielle (und weniger offizielle) Schlafstätten belegt waren. Der Grund war wohl St. Patricks Tag, der Tag des nationalen Besäufnisses! Der wird immer am 17ten März begangen, außer erfällt auf einen Sonntag, dann macht man es einen Tag vorher so auch an dem betreffenden Wochenende. Auch die Idee übers Internet im erwiterten Freundeskreis unter acht Millionen New Yorkern einen zu finden, der bereit war mich aufzunehmen erwies sich als nicht fruchtbar. Der letzte Ansatz war einfach bei einer christlichen Kommunität aufzuschlagen und anzufragen. Aber die bloße Kenntnis des Stadtteils reichte zu deren Auffinden
nicht aus. Dafür entdeckte ich eine Musikprobe in einer Gemeinde, und in der Folge viel über mich. Das Engagement der Gemeinde endete damit mich vor einer Obdachlosenunterkunft abzusetzen und in eine Richtung zu deuten wo noch einige Hotels zu finden wären. Auf diese Obdachlosenunterkunft wollte ich mich aber weder wegen der anstehenden Formalien, noch des knastähnlichen Flairs einlassen. Auch glaubte ich das dieses Angebot anderen zu steht und mich nicht betrifft. Also zog ich weiter richtung Hotel. Dort gab es tatsächlich noch ein Zimmer, welches aber so viel Kosten sollte wie die letzten drei Nächte zusammen, was ich nicht einsehen wollte. Es sollten ja auch noch andere Möglichkeiten bestehen. Das einzige was ich noch fand was eine Motel Lobby in der verschiedene Pärchen abhingen, ein Preisaushang der Zimmer in vier Stundenblöcken an bot, und ein Sicherheitsdienst, der rief: "The next!" Da habe ich es dann doch vorgezogen draußen Platte zu
machen, was sich als schwierig genug erwies, da alles bebaut oder abgezäunt war. Und entdeckt werden wollte ich auch nicht weder von der Polizei, noch von Anwohnern, die angehalten werden jeden und alles zu verdächtigen. Schließlich habe ich mich auf einem Spielplatz niedergelassen, was sehr gut funktionierte.

Da ich schon mal zu gegebener Zeit in der Stadt befand wollte ich natürlich auch wissen was denn diesen großen Feiertag ausmacht. Einen ersten Eindruck bekam ich am Bahnhof (Penn Station): ungefähr jeder trägt mehr oder weniger grüne oder passende Kleidung und Accesoirs. Auch sehr beliebt ist es wenig zu tragen, z.B. nur Hose und T-Shirt wobei auf letzterem vorzugsweise Anspielungen auf die (nicht vorhandene) irische Abstammung, sexuelle Gelüste oder Trinkabsichten bekundet werden. (Den Fortschritt von letzterem konnte man gut an lautstarkem Gegröle oder völliger Apathie erkennen.) Da ich keine weiteren Absichten und Termine hatte bin ich einfach der Masse und dem Reiseführer zu folgen. An einer abgesperrten Straße (5th Ave) fand ich einen schönen Aussichtspunkt und wartete dann auf die große Parade, die ich t.w. schon in der Ferne sehen konnte. Nach Stunden stellte ich fest, dass sie sich nur von mir weg bewegte. Also musste ich mich mit
meinem Gepäck durch die Menschenmassen schieben. Über Stunden und Meilen erstreckten sich in wechselnder Folge Marching Bands, uniformierte Feuerwehrleute, fahnenschwingende Tanzgruppen und Variationen der gleichen. (Aber hat man eine [Virtelstunde] gesehen - hat man alle gesehen.)
Um zu ruhen, nicht zu frieren und mein Telefon (die einzige Möglichkeit überhaupt noch Kenntnis von einer Übernachtungsmöglichkeit zu Erlangen) zu laden hing ich bis zum Abend bei und auf der Staten Iland Ferry ab. Ohne nennenswertes Ergebnis machte ich mich im Schneeregen auf in Richtung Spielplatz. Doch zuvor wollte ich mich noch mit Lebensmitteln versorgen um den Abend und den kommenden Sonntag überstehen zu können. Im Laden wurde ich von einem asiatisch anmutenden Mann angesprochen warum ich denn so viel Gepäck dabei hätte. Unwirsch nuschelte ich was von Flughafen. Als ich den Laden verließ war der Kerl wieder dort und fragte ob ich schon was für den Abend vorhätte oder ob ich nicht bei ihm vorbei kommen wollte. Da stünde zwar noch Besuch an aber das ließe sich schon arrangieren. In Anbetracht der Alternative draußen zu hocken ließ ich mich auf die Einladung ein. Der Asiat erwies sich als Brasilianer, der seiner Kultur folgend gerne
mal jemanden einlädt. Auf dem Weg zu seinem Appartement erbat ich mir göttlichen Beistand für den bevorstehenden Abend und die Nacht, während mein Gastgeber mich fragte, ob ich denn einer von der guten Sorte wäre. Das Zimmer stellte sich als komprimiert Juwelierswerkstadt heraus. Während der Boden mit Tischen und Regalen vollgestellt war, in denen Edelsteine lagerten oder auf denen sie sortiert und geordnet wurden, hingen von der Decke Werkzeuge und andere Gerätschaften. Den kleinen Gastgeber störte das alles nicht. In einer kleinen Ecke, auf einem improvisierten Tisch servierte er das Abendessen für den inzwischen eingetroffenen Besuch.
Es entspann sich ein Gespräch zwischen Professoren, Juwelier, Broadway Intendant, Weltenbummler und Tierliebhabern über Straßenhunde und Edelsteine. In Bezug auf die Geheimniskrämerei seiner Branche sagte mein Gastgeber: "Mein Herr ist großzügig, darum kann ich es auch sein! - Ich teile mein Wissen gerne." Schließlich verschwand der Besuch wieder und zurück blieben ich und die Frage wohin ich denn gehen wollte. Und weil ich kein gutes Ziel hatte, durfte ich einfach bleiben.

Den Rest des Abends und den ganzen nächsten Tag verbrachten wir im Gespräch. Sehr schnell stellten wir fest, dass wir dem gleichen Herrn folgen. Und so hörte ich mir seine Gedanken und Überlegungen an. Darüber, dass er Jesus liebt und die Bibel respektiert aber vieles nicht mag. Wieviel mehr er sich Liebe und Respekt darin wünscht statt Kriegsgeschichten und Imperialismus. Wie schräg sich das Evangelium in einer ehemaligen Kolonie anhört. Dass seine Leute im Dschungel nichts vermissen und keinen Missionar brauchen, der ihnen erzählt, das ihre (nackte) Kultur falsch und sündig ist. Dass wir eh niemanden bekehren können und das Gottes Sache ist, für die er schon sorge trägt. Wie sehr er unter seinem Unfall und der Krankheit leidet. Dass er es nicht mehr ertragen möchte. Wie er vergeblich daran arbeitet mit seinem Geschäft wieder auf die Füße zu kommen um endlich wieder auswandern zu können. Wie sehr es ihn schmerzt, kein Geld mehr zu
haben für die Bettler. Dass er lieber 5 statt einem Dollar gibt, damit es sich für den Empfänger lohnt. Wie beschämend, aufdringlich, respektlos und verletzend es ist Nahrung zu verschenken, statt Geld zu geben, Selbstständigkeit und Wissen um die richtige Versorgung der Bedürfnisse zu unterstellen. Wie sehr er sich wünscht, dass Gott endlich mehr eingreift, statt auf sich warten zu lassen. Und wie einsam er ist, weil er mit keinem diese Gedanken teilen kann, wie er immer wieder in Gemeinde aneckt und keine fand in der er sich wohl fühlt.

Mittwoch, 20. März 2013

down in town (Kensington bis Phili City)

Da bin ich also in Philadelphia angekommen und habe sogar einen einfachen Weg (Zug und Straßenbahn) zum 'simple way' gefunden. Von Shane Claiborn ist gerade nur wenig mitzubekommen, weil er viel am Reisen ist. Aber einem Personenkult wollte ich eh nicht erliegen. Außerdem will ich ja sehen, wie hier Gemeinschaft gelebt wird und wie die ganzen großartigen Ideen umgesetzt werden. Von daher ist es ja genauso interessant, was die anderen machen.
So richtig wohl fühle ich mich in 'unserem' Stadtteil Kensington (noch) nicht. Ich kann die Leute und die Situation nur schlecht einschätzen. Heute habe ich mich zu Fuß auf den Weg ins Zentrum der Stadt gemacht. Viele Ecken sehen echt traurig aus. Die Industrie ist kollabiert und die gleichförmigen Reihenhäuser folgen langsam. Das Straßenbild hat nur wenig Grün (unabhängig von der Jahreszeit)
und viel Abfall zu bieten. Bedrückender sind aber die Gestalten, die anzutreffen sind. Soetwas habe ich, besonders in der Summe, in Deutschland noch nicht gesehen. Besonders krass kommt das ganze aber im Kontrast zur City. Hier gibt es tatsächlich Grünflächen (das ist grundsätzlich schön) und viele Museen, Skulpturen und Gedenkstätten. Das ist wohl der Unabhängigkeitserklärung und anderen Ereignissen in dem Zusammenhang geschuldet. Den alten, toten Kerlen wird auf großen sauberen Plätzen gedacht. Aber wer außer ein paar kleinen kirchlichen Organisationen gedenkt der anderen Kerle?

Donnerstag, 14. März 2013

aufgeflogen

Was ist das denn für eine Aktion. Da wird unser Flug immer wieder verschoben, bis er schließlich gestrichen wird. Begründung: Zu viele Flugzeuge in der Luft über NYC. Na was für eine Überraschung- meinen Flug habe ich vor Wochen gebucht, der kann nicht plötzlich aufgetaucht sein.
Wie dem nun auch unserem Gepäck geschehe - wir fahren mit der Bahn. Das ist auch fast wie Fliegen: mit Passkontrolle, Boarding und Sicherheitshinweisen. Tse!

Montag, 11. März 2013

IHOP

Sowas, da reise ich um die halbe Welt um zum "International House of Prayer" zu gelangen- und dann ist es nicht das, was ich erwartet und erhofft hatte. Mir gelingt es heute leider gar nicht mich zu konzentrieren oder aufs Gebet einzustellen. Da hilft mir auch der Live Worship mit unbekannten Liedern nicht. Und Alternativen kann ich gerade keine ausmachen. Schade.
Aber wenn sie das schon ueber 15 Jahre machen und 100 andere im Raum und Gott das gut finden- dann wird es so schlecht nicht sein.

Donnerstag, 7. März 2013

Welcome home - Cluster Church

Ich weiß ja nicht, ob das ein Ding der Kultur ist, aber die US-Amerikaner, die ich bisher kennenlernte sind alle super Gastgeber. Jetzt beginnt eine ulkige Zeit, in der ich von Bett zu Bett und von Couch zu Couch ziehe.
Und es gibt sie wirklich: Splittergruppen Gemeinde, Clusterchurch, call it whatever. Eine große Gemeinde, die aus vielen recht selbstständigem Gruppen besteht und die doch zusammen gehören. Die Idee ist mir wohl bekannt und ich mag sie schon sehr lange - ich konnte mir nur nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte. Und diese hier betereiben sogar einen Gebetsraum. Das ist ja schon mal aus Prinzip cool, und es macht gar nix, dass sie nicht nonstop beten. Ich bin sehr froh zu sehen, dass es möglich ist.
Ach ja - das Texas, das ich kennen gelernt habe ist nicht so interessant oder aufregend wie sein Ruf.

Dienstag, 5. März 2013

Das Land der begrenzten Unmöglichkeiten (USA)

Tja, ich habe mir wohl jegliche Vorankündigung oder Update gespart, und so kommt es nach Monaten hier mal wieder ganz dicke: Ich bin in den USA angekommen. Und ich habe DIE Frau an meiner Seite.  (Die gleiche wie auch zu letzt, nur diesmal noch besser!) Das ganze funktioniert so prima, weil ich alle meine Überstunden und Urlaubstage von 2012 zusammengeschmissen habe, so dass ich vor Mai nicht wieder an die Arbeit muss. :-)
Wir sind schon 5 Tage hier, aber leider sind wir auch so busy unterwegs und so selten am Computer, dass ich noch nicht dazu kam zu berichten. Im wesentlichen crusen wir durch Oklahoma City und wenn wir nicht die Stadt unsicher machen, gucken wir uns ein paar christliche Versammlungen an. (Kirchen kann man sich gefühlt zu hunderten im Vorbeifahren ansehen.) Jetzt geht es gleich los zu einem Abstecher naaaach TEXAS.
See ya

Mittwoch, 5. September 2012

Ausflug nach Neubrandenburg

Letzte Woche war ich bei Polylux in Neubrandenburg. Eine Lebensgemeinschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat sozialmissionarisch zu dienen. Sehr spannend das alles und durchaus interessant. Natürlich kein 'Non-plus-Ultra' aber das zu erwarten ist vermutlich auch vermessen und unrealistisch. Auf jeden Fall gibt es dort Anknüpfungkspunkte und Perspektive. - Ich werde weiter drüber nachdenken.
Diese Woche geht es auf nach Parchim. Ein ganz anderes aber auch sehr cooles Projekt ansehen.