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Sonntag, 9. Juni 2013

Von innen betrachtet

Man kann sich ja auch prima selber erschrecken. Ich muss dazu nichtmal in den Spiegel schauen. Viel schlimmer ist es wenn ich in mein Innenleben, meine Seele und meine Gedanken betrachte. Da entdecke ich Dinge, die ich nicht mag, die ich nicht haben wollte und ablehne. Gerade in den USA und Canada, aber auch in Hamburg und all den Begegnungen mit anderen und fremden Menschen habe ich einiges über mich lernen dürfen.
Da sind so viele Vorurteile, Stereotypen und Klischees. Und in Kombination mit meinem Hochmut und meiner Überheblichkeit wird das nicht besser. Manches davon dürfte sogar unter Rassismus fallen.
Sorry, Leute. So wollte ich nicht denken und urteilen. Aber so tun als wäre es nicht so ist ja auch nicht richtig...

Donnerstag, 18. April 2013

Jesus People und Evanston Polizei

Na, das war doch mal ein prächtiges Wochenende! Das einzig wirklich nervige ist die Erkältung, die ich vom Laufen am Donnerstag mitgebracht hatte. Die trage ich auch weiter fleißig mit mir herum.

Nichts destotrotz habe ich die Gelegenheit wahrgenommen. Jemand hier vor Ort hat mir eine Führung bei den Jesus People organisiert - und das ist wertvoll, denn das Büro von denen scheint etwas chaotisch zu sein, so dass wir es nie zu einer Verabredung kamen. Ich durfte mich einer anderen Gruppe anschließen und der Geschichte lauschen. Anschließend sind die wieder abgedampft und ich blieb zum Abendessen, dass dort wie alles kostenlos ist. Bei der Gelegenheit lernte ich, wohl nicht zufällig, eine Deutsche kennen, die bei den Jesus People eingeheiratet hat und deshalb in den Staaten bleiben darf. Hinterher haben wir noch spontan das deutsche Brettspiel Funkenschlag in der englischen Fassung gespielt. Es geht darum Städte mit Strom zu versorgen. Dazu muss man Netze bauen, Kraftwerke ersteigern und die nötigen Rohstoffe organisieren. Feine Sache das. Als ich zurück kam, habe ich noch "Der Soldat James Ryan" mit zu ende geguckt und fleißig diskutiert. Das ist natuerlich durchaus interessant so zwischen jungen US Amerikanern und Deutschen.
Nachtrag zu den Jesus People: Sie sind ein Ergebnis der Vergangenheit, entstanden als Reaktion auf die Hippies. Die guten Sachen übernommen und behalten, Promiskuitaet und Drogen rausgelassen. Los ging es mit der REZ Band (mit deren Musik ich aufgewachsen bin) die durch die USA tourten und immer mehr Leute im Schlepptau hatten. Irgendwann blieben sie in Chicago hängen. Und aus den 200 wurden bald 500 Leute. Aber ihnen gefiel es nicht so sehr, so verteilt zu leben - in fünf Häusern, sie wollten dichter beieinander sein. Und durch glückliche Fügungen gelangten sie an ein geschlossenes Hotel, in dem sie nun zusammen leben. Unterm Dach gibt es noch ein paar günstige Zimmer für Senioren (ganze drei Etagen). Jeder ist Mitarbeiter, dafür ist alles ohne Bezahlung zu haben. Insgesamt ein ziemlich verrückter Haufen.

Am Samstag hab ich geholfen im Umsonst Klamottenladen Kleidung zu sortieren. Was man nicht mehr braucht kann man vorbei bringen und was man brauchen kann, darf man mit nehmen. Einfach und nicht ganz doof. Abends haben wir am Lagerfeuer im Hinterhof abgehangen. Die anderen hatten das Haus aufgeräumt und dabei eine Kiste kleine Raketen gefunden. Und im jugendlichen Überschwang haben wir ein paar davon abgefeuert. Und zack, tauchten vier Polizisten auf, es koennte ja eine Schießerei gewesen sein. Nach dem sie unsere Personalien aufgenommen hatte (es war gar kein Strafeintrag fuer mich vorhanden) nahmen sie die Raketen mit. Fünf Minuten später tauchte nochmal einer von ihnen auf und sagte, dass sie die Raketen dorthinten in die Mülltonne gepackt haben und wir sie uns wieder holen können. Das verstehe einer. Was wir aber klar verstanden haben, war das etwa vier Päckchen Raketen fehlten.

Mittwoch, 4. April 2012

Mit dem falschen Fuß aufgestanden

Ha, ich habe eben meine ersten selbstbezahlten Ausgaben vom kranken Boten erhalten. Ich kann ja nicht immer nur für das Blatt schreiben, ich muss es ja auch mal lesen.
Bevor das was mit den Öko Schuhen wird, habe ich mir ein par Fußballschlappen besorgt. Die ersten meines Lebens und das mit einem gruselig günstigen Osterangebot. 17,50 Euro können nicht wirtschaftlich oder nett sein.
Gestern habe ich das halbjährige Bestehen meiner Beziehung begehen dürfen - abgefahren!
Ich glaub vor lauter Arbeit will ich nur noch schlafen, denn eine Winterdepression kommt im Frühling nicht infrage. Dummerweise finde ich so natürlich auch keinen Termin für ein Bewerbungsgespräch und kann auch keine Unterlagen vorbereiten.

Sonntag, 6. November 2011

Leben aus dem Zelt

Die letzte Woche habe ich mal konsequent im Zelt gepennt und bin von dort zur Arbeit gefahren. Es ist zwar alles ein bisschen anders, aber nicht wirklich schlecht. Ein bisschen unruhiger, etwas unbequemer aber durch aus machbar. Und auf jeden Fall eine Erfahrung, die es wert ist gemacht zu werden. Sollten viel mehr Menschen machen, um sich besser in Wohnungslose hineinversetzen zu können!
Weil ich ständig auf Achse war, habe ich leider nicht so ganz viel vom eigentlichen Protest und Campleben mitbekommen. Und trotzdem war es lehrreich. - Gelebter Widerstand. Ein Zeichen sein in der Gesellschaft. Aus nichts eine Infrastruktur aufbauen. Eine Gruppe von Fremden strukturieren. War schon gut.
Nicht so gut ist hingegen, dass mich nun eine fette Erkältung ereilt hat. - Und NEIN, ich sehe da keinen direkten Zusammenhang!

Freitag, 22. Juli 2011

coming home

Was für ein schmuddel Wetter! Ist das Rade (es hagelt nicht)? Norddeutschland (gibt es denn gar keine Sonne)? Oder ist das vergleichbar mit dem Winter in Israel. Dort war es ähnlich kalt und feucht (auch dem entsprechend grün), aber es war eben nicht Juli! Konsequenter Weise habe ich diesen Wetterwechsel in eine nette Erkältung umgesetzt.
Ansonsten ist es irgendwie doch sehr schön wieder zu Hause zu sein. Ungefähr alle sprechen meine Sprache, sogar meinen Akzent bis Dialekt. Nu' da ich dat wieder höre merke ich wie gerne ich es mag! ;-) Es ist auch schön wieder an meinen Gitarren herumspielen zu können. Und gestern im Hauskreis dabei sein zu dürfen, - mit Homies, die ich seit Jahren kenne, die einfach Blödsinn mit machen und gleichezeitig nach Gott suchen und hungern - boah schön! Oder wie die Niederländer sagen: "Lecker!"
Auf der anderen Seite ist es doch denfiniv etwas merkwürdig, dass sich zu Hause ungefähr nix geändert hat. (Naja außer meinem Bruder, der wird merklich größer und älter.)  Habe ich mich verändert? Oder stehen die Schuhe noch an der selben Stelle, wie vor sieben Monaten?
Weniger schön und angenehm ist der Fakt, dass ich nun meine Zukunft konkreter Planen muss. Mir fehlt gerade die Muße mich um die USA zu bemühen. (Es geht mir nicht um die Staaten sondern das theologische Programm, dass ich dort lernen möchte.) Und ohne diese Klarheit hab ich ja mal noch weniger Bock mich mit deutschen Ämtern und Behörden auseinander zu setzen. Muss wohl aber alles noch kommen.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Zukunftsfragen

Ich bin enttäuscht und verwirrt. Ich weiß ja noch nicht endgültig genau, was ich ab September tun werde. Für mich war aber klar, dass ich in die USA zu 'the simple way' wollte. Nach ein bisschen Hickhack bekomme ich nun die Nachrichtrein, dass sie mich nur nehmen, wenn ich 15!!! Monate bleiben würde. Aber dafür würde ich vermutlich kein Visum bekommen.
Was soll das?! So lange wollte ich nicht. Und das war ungefähr der einzige konkrete Anhaltspunkt fürs nächste Jahr. Und nu'?

Dann werde ich mir mal nicht nur das Essen, sonder auch das mit der Zukunft noch mal durch den Kopf gehen lassen müssen.

Dienstag, 1. März 2011

Wie passt das? Und wie passt Gott da rein?

Nur weil ich nix schreibe, heißt das nicht, das nix los ist. Aber meine normale Arbeit erscheint mir nicht mehr so aufregend und neu, als dass ich darüber berichten würde. Auf der anderen Seite ist so viel los, dass ich mir zuletzt nicht die Zeit genommen habe meine Erlebnisse in den Computer zu tickern. Das spricht dafür, dass ich hier recht fest im Leben drin bin. - Und momentan tendiere ich dazu meine Priorität auf die sozialen Kontakte hier zu legen.
Schöner Spruch, den ich mir anhören durfte: "Wieso bist du krank? Du warst doch gestern schon krank!" Das ist nun zum Glück schon über zwei Wochen her. Es war eine fiese harte Seuche aber mittlerweile hat das ganze Dorf es überstanden und auch die Nachbeben bei mir (gelegentliches Husten) werden deutlich weniger.
Habe letztens den Anfang vom Lukas Evangelium gelesen, also so vonwegen, wie Jesus Mensch und geboren wird. Dabei kam in mir die Frage auf, wie es ein so riesiger und gewaltiger Gott hinbekommt sich so weit zu reduzieren, dass er in einer einzelnen Zelle existent sein kann. Vielleicht waren es ja auch zwei Zellen, aber die sind ja nicht größer, von daher ist da ja nicht mehr Platz. Also wie geht das - oder wie viele Zellen braucht es? Es ist doch abstrus, dass ein immaterieller(? ist er das), all umfassender Gott sich ein einem Klümpchen Materie manifestiert. Aber wird das ganze denn wahrscheinlicher wenn der Klumpen Materie größer ist? Ist es nicht genauso abgefahren, dass der Gott, der das Universum geschaffen hat und der alle Power hat in einem 1,90 m Klumpen innewohnt? Die Tatsache, dass ich ein eigenes Bewusst sein und eine eigene Meinung habe lässt das Ganze annehmbarer erscheinen, macht es aber kein Stück wahrscheinlicher.

Mittwoch, 9. Februar 2011

"Joa, da legst di nieder!" - Krank

Wer friert kann nicht schwitzen, oder?! Denkste! Ich liege mit Fieber dar nieder und bekomme den Husten nicht raus. Nur trockenes Bellen. Dafür setzt die Nase das Training für den (halb) Marathon fleißig fort und läuft und läuft und läuft... Damit ich nicht den Rest der Belegschaft anstecke habe ich Hausarrest bekommen - boah, ist das langweilig! Da freue ich mich doch, wenn ich schlafe. Dann muss ich nicht nach denken, was ich tue und Husten und Schnupfen geben Ruhe. Ins besondere, da der Schlaf in den Nächten nix taugt. Letzte Nacht musste ich im Traum auf einem Schrottplatz darum ringen und kämpfen, schlafen zu können. Was ist das denn bitte?!

Samstag, 27. Juni 2009

Textprobe

Ja, ich habe was zum Schlafen bei Berlin gefunden, vielleicht wird daraus auch noch was in Berlin. Auf jeden Fall ist es schon mal sehr spannend zu den Wurzeln zurück zukehren. Ich bin echt gespannt, wie das werden wird.

Aber bis dahin muss ich erstmal gesund werden. Denn inzwischen subt mir der Rotz aus der Nase. Auch wenn es verlockend erscheint, werde dazu (vorläufig) kein Gedicht verfassen. Aber ich habe ja noch einen anderen Text von mir auf Lager: 

 
Gen 13 Reviderte Elberfelder Meine (Prüfungs-) Übersetzung
11 Da wählte sich Lot die ganze Ebene des Jordan, und Lot brach auf nach Osten; so trennten sie sich voneinander. Lot wählte für sich den ganzen Umkreis (Umland) des Jordans und brach auf nach Osten, und trennte sich von seinem Bruder.
12 Abram wohnte im Land Kanaan, und Lot wohnte in den Städten der Ebene des Jordan und schlug seine Zelte auf bis nach Sodom. Abram wohnte im Land Kanaan und Lot wohnte als Jüngling im Umkreis und zeltete bei Sodom.
13 Die Leute von Sodom aber waren sehr böse und sündig vor dem HERRN. Und die Männer Sodoms waren sehr böse und sündig vor dem HERRN
14 Und der HERR sprach zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: Erheb doch deine Augen, und schaue von dem Ort, wo du bist, nach Norden und nach Süden, nach Osten und nach Westen! Und der HERR sagte zu Abram: „Trenne dich von Lot deinem Bruder!“ Er sah von dem Ort wo er wohnte nach Süden und Osten.
15 Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinen Nachkommen für ewig. „All das Land, das du siehst will ich dir und deinem Samen in Ewigkeit geben
16 Und ich will deine Nachkommen machen wie den Staub der Erde, so dass, wenn jemand den Staub der Erde zählen kann, auch deine Nachkommen gezählt werden. Und ich mache deinem Samen zum Anteil das Land, von welchem gilt, dass du deinen Ruheplatz und Grab in der Erde und sogar dein Same wird sich dazu legen.
17 Mache dich auf, und durchwandere das Land seiner Länge nach und seiner Breite nach! Denn dir will ich es geben. Steh auf, geh in das Land, das ich dir zeigen und weit machen werde und das ich dir geben will.
18 Und Abram schlug seine Zelte auf und ging hin und ließ sich nieder unter den Terebinthen von Mamre, die bei Hebron sind; und er baute dort dem HERRN einen Altar. Abram zeltete und wohnte bei der Eiche Mamres in Hebron und baute an jenem Ort einen Altar für den HERRN.

Montag, 14. Juli 2008

Angekommen in Stralsund

Als ich meinen letzten Eintrag gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ich ja was am Ohr habe. Zur Zeit merke ich es fast nicht mehr - aber es wird wohl noch ein paar Wochen dauern, bis es endgültig vorbei ist.
Heute bin ich mit dem Motorrad nach Stralsund gefahren und gut angekommen. Ich habe hier ein nettes Zimmer und im Haus der Jugendkirche ist alles andere zu finden, was ich brauchen könnte. Also, alles top! Morgen um 8,30 ist Team Besprechung und dann geht es richtig los.

Donnerstag, 3. Juli 2008

zurück zu Hause

Ich bin endlich mal wieder zu Hause in Bad Oldesloe. Und ich kann richtig ausspannen. Keine Arbeitsaufträge im eigentlichen Sinne mitgenommen. Das ist soooo cool mal mehr als einen halben Tach nix zu machen! Gestern habe ich erstmal das wunderprächtige Wetter genutzt und mich mit meinem Bruder in einen See geschmissen. War schon irgendwie ein FlshBack in die Kindheit. So mit Sandburgen bauen Arschbombe machen und so. Dummerweise habe ich mir dabei mal wieder was in Richtung Mittelohrvergiftung eingefangen. Ganz schön blöde. Aber heute geht es schon wieder.

Dienstag, 18. März 2008

Krank

Juhu! Ich bin krank! Schmalzherzen - auch bekannt als Halsschmerzen. Ich hatte ja gehofft, dass die sich mit den Tagen von selber erledigen. Wollten sie aber nicht. Also habe ich mich heute doch dazu durchgerungen den Doc zu konsultieren (jedes Schlucken kostete Überwindung wegen der Schmerzen). Aber die HNO Ärzte wollten mich heute nicht behandeln und morgen lieber auch nicht. Also bin ich widerwillig zum Hausarzt gezogen. Und siehe da, er will und kann nicht. Ich habe es geahnt. Eine Pharyngitis lässt sich nicht behandeln. Also laufe ich doch mit der Rachenentzündung rum, bis sie wech ist...