Ach nee, what schön!
Dieses Wochenende sind wir als Comunity ausgeflogen. Gar nicht weit, nur kurz hinter Berlin, aber dafür direkt an' Kanal. Da konnte ich einfach immer wann ich wollte (wenn ich denn wollte) mal eben ins Wasser springen, oder fix mit dem Kanu los fahren. Allerdings war bei diesem Wetter deutlich mehr im Wasser als überm Wasser angesagt. Wat soll man auch am heißesten Wochenende des Jahres machen?
Ok, Nudeln essen, grillen und Waffeln backen sind auch Möglichkeiten. Aber inetressanter waren die Einheiten, in denen wir darüber nachgedacht habe, wo es mit der Polylux Comunity in den nächsten Jahren hingehen soll und was uns wichtig ist. Und auch konkret zu gucken, wo wir als nächstes den Schwerpunkt setzen und wo wir noch Kräfte reinstecken können. Ich finde solche Treffen unglaublich spannend. Wir sind eine Einheit vor dem Herrn und wir wollen was verändern. Geil! Und ich darf Teil davon sein. Sexy geil! (Wie manche Kids hier sagen.) Auch fein ist es dann mal einfach so beim Singen von Lobpreisliedern rum zu heulen.
(Das Haus in dem wir waren kann ich guten Gewissens empfehlen!)
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Sonntag, 28. Juli 2013
Sonntag, 14. Juli 2013
Fortschrit (Gottesbild, Selbstbild und Job)
Alleine wegen der Bücher, die ich gefunden habe, hat es sich gelohnt hierher zu ziehen. In fremden Bücherregalen kann ich ja immer wieder Titel finden, auf die ich von selbst nie gekommen wäre.
Da fragt das eine Buch doch provokativ, warum es so selten in Predigten etwas über Pornographie zu hören gibt und ob es vielleicht daran liegt, dass die Predigten keine Antworten haben und sich deshalb lieber ausschweigen. Klingt plausibel für mich. Aber ich bin dafür einen Weg aus der Sprachlosigkeit zu finden.
Und das andere Buch heißt ja einfach nur "He loves you". Das Gott mich liebt ist ja nun rein von der Information her keine Neuheit für mich. Und doch. So wie es dort geschrieben ist, erreicht mich diese Wahrheit auf eine Weise wie nicht zuvor. Das hat auf jeden Fall das Potential mein Gottesbild nachhaltig zu verändern. Und wenn das die Grundlage ist, dann dürfte auch einiges andere angepasst werden.
Trivialer aber auch nicht unbedeutend ist der Umstand, dass die Zeit der Überlandfahrten zu ende geht und ich sesshaft werde. Den Job im Krankentransport und die Hose mit den Reflexstreifen hänge ich an den Nagel.
Da fragt das eine Buch doch provokativ, warum es so selten in Predigten etwas über Pornographie zu hören gibt und ob es vielleicht daran liegt, dass die Predigten keine Antworten haben und sich deshalb lieber ausschweigen. Klingt plausibel für mich. Aber ich bin dafür einen Weg aus der Sprachlosigkeit zu finden.
Und das andere Buch heißt ja einfach nur "He loves you". Das Gott mich liebt ist ja nun rein von der Information her keine Neuheit für mich. Und doch. So wie es dort geschrieben ist, erreicht mich diese Wahrheit auf eine Weise wie nicht zuvor. Das hat auf jeden Fall das Potential mein Gottesbild nachhaltig zu verändern. Und wenn das die Grundlage ist, dann dürfte auch einiges andere angepasst werden.
Trivialer aber auch nicht unbedeutend ist der Umstand, dass die Zeit der Überlandfahrten zu ende geht und ich sesshaft werde. Den Job im Krankentransport und die Hose mit den Reflexstreifen hänge ich an den Nagel.
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Freitag, 28. Juni 2013
(nicht) Erwachsen werden? lieber Jünger
"Ich mache ja eine Menge Blödsinn mit, aber erwachsen werden gehört nicht dazu." So sagen wir in Westeuropa gerne mal. Gestern hat der kleine Nachbarsjunge mein Alter großzügig auf 61 geschätzt. Und ich schätze, damit bin ich für die Kids von heute schon fast tot, egal was mein Perso über mein Alter sagt.
Aber was heißt es erwachsen zu sein? Heißt es artig arbeiten zu gehen, Geld nach Hause zu tragen und am Wochenende lethargisch herum zu hängen oder bescheiden einem Hobby zu frönen? Heißt es in Bausparverträge und Riesterente zu investieren? Heißt es sich auf Job und Ort so festzulegen, das nix anderes mehr möglich ist? Wenn das erwachsen sein ausmacht, dann würde ich wohl gerne verzichten.
Oder heißt erwachsen werden etwas anderes? Geht es darum selbstständig zu sein und sich verantwortlich ums eigene Leben zu kümmern. - Auch um Wohnung und Einkommen. Heißt es selbst zu Entscheiden, die Konsequenzen zu tragen und Verantwortung zu übernehmen? Gehört es dazu sich zu engagieren, sich Menschen und Umständen zu verpflichten, auch verbindlich zu leben. Ist das Abenteuer bei dem man neue Dinge ausprobiert ein Teil davon? Wenn das erwachsen sein ausmacht, dann kann ich mich wohl darauf einlassen.
Unter Umständen mag das Ergebnis recht ähnlich aussehen. Aber das Lebensgefühl ist vermutlich und hoffentlich ein anderes. Solche Veränderungen und Prozesse gehören wohl zum älter werden dazu.
Aber viel lieber möchte ich Jünger werden. Also nicht im Sinne von jung sein (das wäre auch nicht schlecht), sondern in der Richtung von älter werden. Noch viel mehr prozesshaft. Nicht nur dabei stehen zu bleiben Jünger zu sein sonder immer mehr Jünger werden.
Aber was heißt es erwachsen zu sein? Heißt es artig arbeiten zu gehen, Geld nach Hause zu tragen und am Wochenende lethargisch herum zu hängen oder bescheiden einem Hobby zu frönen? Heißt es in Bausparverträge und Riesterente zu investieren? Heißt es sich auf Job und Ort so festzulegen, das nix anderes mehr möglich ist? Wenn das erwachsen sein ausmacht, dann würde ich wohl gerne verzichten.
Oder heißt erwachsen werden etwas anderes? Geht es darum selbstständig zu sein und sich verantwortlich ums eigene Leben zu kümmern. - Auch um Wohnung und Einkommen. Heißt es selbst zu Entscheiden, die Konsequenzen zu tragen und Verantwortung zu übernehmen? Gehört es dazu sich zu engagieren, sich Menschen und Umständen zu verpflichten, auch verbindlich zu leben. Ist das Abenteuer bei dem man neue Dinge ausprobiert ein Teil davon? Wenn das erwachsen sein ausmacht, dann kann ich mich wohl darauf einlassen.
Unter Umständen mag das Ergebnis recht ähnlich aussehen. Aber das Lebensgefühl ist vermutlich und hoffentlich ein anderes. Solche Veränderungen und Prozesse gehören wohl zum älter werden dazu.
Aber viel lieber möchte ich Jünger werden. Also nicht im Sinne von jung sein (das wäre auch nicht schlecht), sondern in der Richtung von älter werden. Noch viel mehr prozesshaft. Nicht nur dabei stehen zu bleiben Jünger zu sein sonder immer mehr Jünger werden.
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Donnerstag, 18. April 2013
Jesus People und Evanston Polizei
Na, das war doch mal ein prächtiges Wochenende! Das einzig wirklich nervige ist die Erkältung, die ich vom Laufen am Donnerstag mitgebracht hatte. Die trage ich auch weiter fleißig mit mir herum.
Nichts destotrotz habe ich die Gelegenheit wahrgenommen. Jemand hier vor Ort hat mir eine Führung bei den Jesus People organisiert - und das ist wertvoll, denn das Büro von denen scheint etwas chaotisch zu sein, so dass wir es nie zu einer Verabredung kamen. Ich durfte mich einer anderen Gruppe anschließen und der Geschichte lauschen. Anschließend sind die wieder abgedampft und ich blieb zum Abendessen, dass dort wie alles kostenlos ist. Bei der Gelegenheit lernte ich, wohl nicht zufällig, eine Deutsche kennen, die bei den Jesus People eingeheiratet hat und deshalb in den Staaten bleiben darf. Hinterher haben wir noch spontan das deutsche Brettspiel Funkenschlag in der englischen Fassung gespielt. Es geht darum Städte mit Strom zu versorgen. Dazu muss man Netze bauen, Kraftwerke ersteigern und die nötigen Rohstoffe organisieren. Feine Sache das. Als ich zurück kam, habe ich noch "Der Soldat James Ryan" mit zu ende geguckt und fleißig diskutiert. Das ist natuerlich durchaus interessant so zwischen jungen US Amerikanern und Deutschen.
Nachtrag zu den Jesus People: Sie sind ein Ergebnis der Vergangenheit, entstanden als Reaktion auf die Hippies. Die guten Sachen übernommen und behalten, Promiskuitaet und Drogen rausgelassen. Los ging es mit der REZ Band (mit deren Musik ich aufgewachsen bin) die durch die USA tourten und immer mehr Leute im Schlepptau hatten. Irgendwann blieben sie in Chicago hängen. Und aus den 200 wurden bald 500 Leute. Aber ihnen gefiel es nicht so sehr, so verteilt zu leben - in fünf Häusern, sie wollten dichter beieinander sein. Und durch glückliche Fügungen gelangten sie an ein geschlossenes Hotel, in dem sie nun zusammen leben. Unterm Dach gibt es noch ein paar günstige Zimmer für Senioren (ganze drei Etagen). Jeder ist Mitarbeiter, dafür ist alles ohne Bezahlung zu haben. Insgesamt ein ziemlich verrückter Haufen.
Am Samstag hab ich geholfen im Umsonst Klamottenladen Kleidung zu sortieren. Was man nicht mehr braucht kann man vorbei bringen und was man brauchen kann, darf man mit nehmen. Einfach und nicht ganz doof. Abends haben wir am Lagerfeuer im Hinterhof abgehangen. Die anderen hatten das Haus aufgeräumt und dabei eine Kiste kleine Raketen gefunden. Und im jugendlichen Überschwang haben wir ein paar davon abgefeuert. Und zack, tauchten vier Polizisten auf, es koennte ja eine Schießerei gewesen sein. Nach dem sie unsere Personalien aufgenommen hatte (es war gar kein Strafeintrag fuer mich vorhanden) nahmen sie die Raketen mit. Fünf Minuten später tauchte nochmal einer von ihnen auf und sagte, dass sie die Raketen dorthinten in die Mülltonne gepackt haben und wir sie uns wieder holen können. Das verstehe einer. Was wir aber klar verstanden haben, war das etwa vier Päckchen Raketen fehlten.
Nichts destotrotz habe ich die Gelegenheit wahrgenommen. Jemand hier vor Ort hat mir eine Führung bei den Jesus People organisiert - und das ist wertvoll, denn das Büro von denen scheint etwas chaotisch zu sein, so dass wir es nie zu einer Verabredung kamen. Ich durfte mich einer anderen Gruppe anschließen und der Geschichte lauschen. Anschließend sind die wieder abgedampft und ich blieb zum Abendessen, dass dort wie alles kostenlos ist. Bei der Gelegenheit lernte ich, wohl nicht zufällig, eine Deutsche kennen, die bei den Jesus People eingeheiratet hat und deshalb in den Staaten bleiben darf. Hinterher haben wir noch spontan das deutsche Brettspiel Funkenschlag in der englischen Fassung gespielt. Es geht darum Städte mit Strom zu versorgen. Dazu muss man Netze bauen, Kraftwerke ersteigern und die nötigen Rohstoffe organisieren. Feine Sache das. Als ich zurück kam, habe ich noch "Der Soldat James Ryan" mit zu ende geguckt und fleißig diskutiert. Das ist natuerlich durchaus interessant so zwischen jungen US Amerikanern und Deutschen.
Nachtrag zu den Jesus People: Sie sind ein Ergebnis der Vergangenheit, entstanden als Reaktion auf die Hippies. Die guten Sachen übernommen und behalten, Promiskuitaet und Drogen rausgelassen. Los ging es mit der REZ Band (mit deren Musik ich aufgewachsen bin) die durch die USA tourten und immer mehr Leute im Schlepptau hatten. Irgendwann blieben sie in Chicago hängen. Und aus den 200 wurden bald 500 Leute. Aber ihnen gefiel es nicht so sehr, so verteilt zu leben - in fünf Häusern, sie wollten dichter beieinander sein. Und durch glückliche Fügungen gelangten sie an ein geschlossenes Hotel, in dem sie nun zusammen leben. Unterm Dach gibt es noch ein paar günstige Zimmer für Senioren (ganze drei Etagen). Jeder ist Mitarbeiter, dafür ist alles ohne Bezahlung zu haben. Insgesamt ein ziemlich verrückter Haufen.
Am Samstag hab ich geholfen im Umsonst Klamottenladen Kleidung zu sortieren. Was man nicht mehr braucht kann man vorbei bringen und was man brauchen kann, darf man mit nehmen. Einfach und nicht ganz doof. Abends haben wir am Lagerfeuer im Hinterhof abgehangen. Die anderen hatten das Haus aufgeräumt und dabei eine Kiste kleine Raketen gefunden. Und im jugendlichen Überschwang haben wir ein paar davon abgefeuert. Und zack, tauchten vier Polizisten auf, es koennte ja eine Schießerei gewesen sein. Nach dem sie unsere Personalien aufgenommen hatte (es war gar kein Strafeintrag fuer mich vorhanden) nahmen sie die Raketen mit. Fünf Minuten später tauchte nochmal einer von ihnen auf und sagte, dass sie die Raketen dorthinten in die Mülltonne gepackt haben und wir sie uns wieder holen können. Das verstehe einer. Was wir aber klar verstanden haben, war das etwa vier Päckchen Raketen fehlten.
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Mittwoch, 10. April 2013
Gemeinde Beobachtungen
Ich gucke mir ja ganz gerne mal verschiedene Gemeinden und Gottesdienste an. Manchmal kann ich dort was beobachten und machmal entdecke ich etwas an mir.
Zum Beispiel war ich in Philadelphia an einem Sonntag in zwei Gottesdiensten. Im ersten waren wirklich reichlich viele verschiedene Nationalitäten vertreten, genau wie die Bevölkerung ringsherum, auch obwohl sie im wesentlichen wohl von Weisen betrieben wird. Manche Leute um mich herum waren doch eine Herausforderung für meine Nase. Dass in Predigten immer wieder Beispiel vom Militär herangezogen werden oder sich Bestimmte Einheiten gar mit einem "huh" anfeuern ist für mich befremdlich oder gar verwerflich.
Das andere war eine mit TSW verbundene junge Gemeinde, voller junger Menschen. Mit großartigen Musikern und auch sonst war einiges an Kunst vertreten. Sie haben auch verschiedene Lieder aus der ganzen Welt gesungen und hatten ordentlich Stimmung in der Bude. Die Predigt war intellektuell ansprechend und herausfordernd und sie gehen voll auf Community und Gerechtigkeit ab (habe ich mir sagen lassen).
Und doch - ich weiss noch nicht ganz warum. Aber bei Yuppies und Künstlern fühle ich mich nicht besonders wohl....
"Aus was für eine Gemeinde kommst du denn?" Ich kann es sagen, aber den Inhalt wird kaum einer verstehen. Die Jesus Freaks müsste ich erstmal erklären und die Entwicklung der letzten 20 Jahre macht das nicht eben einfacher. Aber auch zu sagen ich bin bei Baptisten aufgewachsen ist nur bedingt hilfreich. Ich vermute inzwischen, dass ich Anabaptisten sagen müsste, auch wenn das in Deutschland ein theologisches Schimpfwort sein würde.
Also versuchen wir indirekt zu kategorisieren ob meine Gemeinde konservativ ist (erstens weiss ich das nicht einfach zu beurteilen, und zweitens habe ich null Peilung was sich hier für die hinter diesem Wort verbirgt). Egal. "Wie steht denn deine Gemeinde zu den Themen Krieg, Politik, Rassismusfrage und soziale Gerechtigkeit?" Und wieder geht das Fragezeichen der Frage in mein Gesicht über und ich habe keine rechte Antwort. Ich wüsste nicht, dass wir solche Themen wirklich ernsthaft behandeln, geschweigedenn dass es einen (offiziellen) Standpunkt dazu gibt.
Andere Beobachtungen:
Es wird die Bibelstelle und die Seitenzahl der gängigen Bibel angesagt.
Eine Zeit der Besinnung oder der Stille ist nach aller spätestens zehn Sekunden zu ende. (Da habe ich mir nichtmal das Thema in Erinnerung gerufen.)
Beim Abendmahl gibt es echten Wein. (Und ich finde es geil. Hat doch ne andere Qualität.)
Eine Doxologie zu singen ist was feines. (Dafür sollte man mal eine haben, und jemand der sie schön klingen lässt.)
Manche Dinge die so seltsam für mich aussehen haben doch etwas mystisches, gar magisches. Und das Gute daran zu verpassen wäre schade.
Hier gibt es einmal im Monat einen gemeinsamen Kreistanz. (Ich habe so viele Kreise aus dem Takt gebracht, dass ich mich nicht traute.) Aber es ging so was von gar nicht um eine Performance. Ich weiss nicht, wer überhaupt im Takt war, die Rollstuhlfahrer bestimmt nicht und das war auch scheiss egal, weil man zusammen für Gott unterwegs war. - Wertvoll.
Im Gottesdienst Gebetsanliegen aus der Community zu sammeln ist auch mal fein. Und wenn sich die Dame in Not spontan an den Moderator drückt und er sie in den Arm nimmt, während er betet, dann habe ich eine
Ahnung davon wie man hier miteinander umgeht. - Wertvoll.
Hier ist die Reba Place Fellowship in Evanston nördlich von Chicago.
Zum Beispiel war ich in Philadelphia an einem Sonntag in zwei Gottesdiensten. Im ersten waren wirklich reichlich viele verschiedene Nationalitäten vertreten, genau wie die Bevölkerung ringsherum, auch obwohl sie im wesentlichen wohl von Weisen betrieben wird. Manche Leute um mich herum waren doch eine Herausforderung für meine Nase. Dass in Predigten immer wieder Beispiel vom Militär herangezogen werden oder sich Bestimmte Einheiten gar mit einem "huh" anfeuern ist für mich befremdlich oder gar verwerflich.
Das andere war eine mit TSW verbundene junge Gemeinde, voller junger Menschen. Mit großartigen Musikern und auch sonst war einiges an Kunst vertreten. Sie haben auch verschiedene Lieder aus der ganzen Welt gesungen und hatten ordentlich Stimmung in der Bude. Die Predigt war intellektuell ansprechend und herausfordernd und sie gehen voll auf Community und Gerechtigkeit ab (habe ich mir sagen lassen).
Und doch - ich weiss noch nicht ganz warum. Aber bei Yuppies und Künstlern fühle ich mich nicht besonders wohl....
"Aus was für eine Gemeinde kommst du denn?" Ich kann es sagen, aber den Inhalt wird kaum einer verstehen. Die Jesus Freaks müsste ich erstmal erklären und die Entwicklung der letzten 20 Jahre macht das nicht eben einfacher. Aber auch zu sagen ich bin bei Baptisten aufgewachsen ist nur bedingt hilfreich. Ich vermute inzwischen, dass ich Anabaptisten sagen müsste, auch wenn das in Deutschland ein theologisches Schimpfwort sein würde.
Also versuchen wir indirekt zu kategorisieren ob meine Gemeinde konservativ ist (erstens weiss ich das nicht einfach zu beurteilen, und zweitens habe ich null Peilung was sich hier für die hinter diesem Wort verbirgt). Egal. "Wie steht denn deine Gemeinde zu den Themen Krieg, Politik, Rassismusfrage und soziale Gerechtigkeit?" Und wieder geht das Fragezeichen der Frage in mein Gesicht über und ich habe keine rechte Antwort. Ich wüsste nicht, dass wir solche Themen wirklich ernsthaft behandeln, geschweigedenn dass es einen (offiziellen) Standpunkt dazu gibt.
Andere Beobachtungen:
Es wird die Bibelstelle und die Seitenzahl der gängigen Bibel angesagt.
Eine Zeit der Besinnung oder der Stille ist nach aller spätestens zehn Sekunden zu ende. (Da habe ich mir nichtmal das Thema in Erinnerung gerufen.)
Beim Abendmahl gibt es echten Wein. (Und ich finde es geil. Hat doch ne andere Qualität.)
Eine Doxologie zu singen ist was feines. (Dafür sollte man mal eine haben, und jemand der sie schön klingen lässt.)
Manche Dinge die so seltsam für mich aussehen haben doch etwas mystisches, gar magisches. Und das Gute daran zu verpassen wäre schade.
Hier gibt es einmal im Monat einen gemeinsamen Kreistanz. (Ich habe so viele Kreise aus dem Takt gebracht, dass ich mich nicht traute.) Aber es ging so was von gar nicht um eine Performance. Ich weiss nicht, wer überhaupt im Takt war, die Rollstuhlfahrer bestimmt nicht und das war auch scheiss egal, weil man zusammen für Gott unterwegs war. - Wertvoll.
Im Gottesdienst Gebetsanliegen aus der Community zu sammeln ist auch mal fein. Und wenn sich die Dame in Not spontan an den Moderator drückt und er sie in den Arm nimmt, während er betet, dann habe ich eine
Ahnung davon wie man hier miteinander umgeht. - Wertvoll.
Hier ist die Reba Place Fellowship in Evanston nördlich von Chicago.
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Montag, 22. Oktober 2012
Vollkörper Kontakt mit 24/7
Da bin ich wieder und komme als Weltenwanderer zurück in mein Zimmer. Das war doch mal ein großartiges Wochenende zum reisen, abhängen und für urban Camping. Diesmal komme ich von den Weltenwandlern das 24/7 EuropaTreffen. Warum hat mir vorher keiner gesagt, wie cool, gut und überhaupt 24/7 Prayer ist?! Ich weiß gar nicht, ob ich das in Worte fassen kann. Es ist viel mehr, als ein paar Verrückte, die sich einschließen um für eine Woche zu beten. Es ist viel mehr, es ist etwas ganz anderes. Es ist gar nix großartiges. Also, im Sinne von erstaunlich neu. Natürlich ist es großartig, das versuche ich ja zum Ausdruck zu bringen. Ganz erfasst habe ich es noch nicht. Aber es geht um einen Lebsstil des Gebetes. Im ständigen Austausch mit reden und hören. Und das ganze wirkt sich dann in Mission und sozialer Gerechtigkeit aus. Was sollte auch anderes passieren, wenn man ständig auf das Herz Gottes hört und dann handelt. Die Gebetsräume und Gebetsketten sind Ausdruck dessen, aber nur einer von vielen möglichen.
Und so komme ich zurück aus einer Welt voller Hingabe, Leidenschaft und unglaublich dichter Atmosphäre. Bin von Gott berührt und begeistert (mir scheint mehr als je zuvor). Und stehe wieder in einer Welt wo man ihn nicht kennt. Wo ich den Eindruck habe, dass die Christen anders unterwegs sind und die anderen nicht mal den Hauch einer Ahnung haben wo von ich rede.
Ich will mehr davon! Wer hat Bock mit mir das Buch zu lesen, das diese Geschichte beschreibt?
Red Moon Rising von Pete Greig
Und so komme ich zurück aus einer Welt voller Hingabe, Leidenschaft und unglaublich dichter Atmosphäre. Bin von Gott berührt und begeistert (mir scheint mehr als je zuvor). Und stehe wieder in einer Welt wo man ihn nicht kennt. Wo ich den Eindruck habe, dass die Christen anders unterwegs sind und die anderen nicht mal den Hauch einer Ahnung haben wo von ich rede.
Ich will mehr davon! Wer hat Bock mit mir das Buch zu lesen, das diese Geschichte beschreibt?
Red Moon Rising von Pete Greig
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Sonntag, 14. Oktober 2012
verschiedene Welten
Es gibt Spannungswandler, Formenwandler und Weltenwanderer. Wie letzterer komme ich mir vor (wobei ein Weltenwandler auch mal cool wäre!). Habe heute mal die Gemeinde um die Ecke ausgecheckt. (Ich weiß jetzt wieder warum die mir suspekt waren.) Als ich ein paar Minuten vor Beginn reinkam, hörte ich es schon irgendwo singen - den Saal konnte ich aber nirgendwo entdecken. "Die Versammlung ist oben." Aha, also gehe ich da hoch, und da sitzen sie - schön sortiert nach Männer, Frauen und Kindern. Als ich dann einen Kopfhörer für die Simultanübersetzung aus dem Russischen bekam, wusste ich auch endgültig und ganz genau, wo ich angekommen war. ;-)
Anmerkung: In einem Seminar hörte ich letzens etwa dieses "Wenn du es dir zur festen Gewohnheit machst jeden Sonntag zum Gottesdienst zu gehen, dann wird es irgendwann ganz einfach sein sich auf den Weg zu machen. Wenn Satan merkt, dass er dich eh nicht abhalten kann, spart er sich die Kraft und der Kampf hört auf."
Noch so'n Ding. Wenn ich zur Zeit (Bibel) lese, denke ich mir "Hey da gibt es noch so viel zu entdecken, zu lernen und zu wissen - ich will mehr Bibel lesen." Umgesetzt habe ich es noch nicht ganz, aber der Wunsch ist schon mal am wachsen.
Letzte Woche hörte ich im Radio, dass immer noch etwa 12% der Menschheit am Hungern sind.
Nächste Meldung: der Clan von 'Feinkost Albrecht' ist der Reichste in Deutschland. - Gut, dass die wenigstens teilen und mich mit ernähren!
Anmerkung: In einem Seminar hörte ich letzens etwa dieses "Wenn du es dir zur festen Gewohnheit machst jeden Sonntag zum Gottesdienst zu gehen, dann wird es irgendwann ganz einfach sein sich auf den Weg zu machen. Wenn Satan merkt, dass er dich eh nicht abhalten kann, spart er sich die Kraft und der Kampf hört auf."
Noch so'n Ding. Wenn ich zur Zeit (Bibel) lese, denke ich mir "Hey da gibt es noch so viel zu entdecken, zu lernen und zu wissen - ich will mehr Bibel lesen." Umgesetzt habe ich es noch nicht ganz, aber der Wunsch ist schon mal am wachsen.
Letzte Woche hörte ich im Radio, dass immer noch etwa 12% der Menschheit am Hungern sind.
Nächste Meldung: der Clan von 'Feinkost Albrecht' ist der Reichste in Deutschland. - Gut, dass die wenigstens teilen und mich mit ernähren!
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Freitag, 14. September 2012
Gute Gewohnheiten sind gut (Gitarre spielen)
Neulich im Gottesdienst: "Glaubt ihr, dass unsere Gemeinde ansteckend ist?" - "Jaaa!"
"Glaubt ihr, dass euer Christsein ansteckend ist?" - "Äh, eher nicht so."
"Wie soll unsere Gemeinde ansteckend sein, wenn ihr es nicht seid?!"
Ich erinnerte mich daran, dass ich mal die Gewohnheit hatte mich sobald ich nach Hause kam als erstes an die Gitarre zu setzen. Tat mir voll gut. - es ist eine der effektivsten Varianten für mich die Beziehung zu Gott zu pflegen (fragt mich ruhig, wie das geht - ich weiß es nicht). Soweit war ich schon mit meiner Erkenntnis gekommen. Warum aber richte ich mich so selten danach?! Äh, egal. Ich richte mich einfach danach (zu mindest habe ich es vor, ich will es mir wieder angewöhnen), als erstes hinsetzen und Gitarre zocken, dem Herrn die eine und die andere Melodie trällern, oder nur Krawall machen. Vielleicht noch mal im Gebet äußern, was mich bewegt.
Und erst irgendwann später den Computer an machen, oder sonstwas anpacken...
"Glaubt ihr, dass euer Christsein ansteckend ist?" - "Äh, eher nicht so."
"Wie soll unsere Gemeinde ansteckend sein, wenn ihr es nicht seid?!"
Ich erinnerte mich daran, dass ich mal die Gewohnheit hatte mich sobald ich nach Hause kam als erstes an die Gitarre zu setzen. Tat mir voll gut. - es ist eine der effektivsten Varianten für mich die Beziehung zu Gott zu pflegen (fragt mich ruhig, wie das geht - ich weiß es nicht). Soweit war ich schon mit meiner Erkenntnis gekommen. Warum aber richte ich mich so selten danach?! Äh, egal. Ich richte mich einfach danach (zu mindest habe ich es vor, ich will es mir wieder angewöhnen), als erstes hinsetzen und Gitarre zocken, dem Herrn die eine und die andere Melodie trällern, oder nur Krawall machen. Vielleicht noch mal im Gebet äußern, was mich bewegt.
Und erst irgendwann später den Computer an machen, oder sonstwas anpacken...
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Montag, 11. Juni 2012
Endlich habe ich eine halbe Stelle. Und endlich habe ich Urlaub gehabt. Ich habe tatsächlich mehr Zeit zum Leben. Und das mache ich irgendwie auch. Nur irgendwie anders als ich es mir gedacht hatte. Es kommt mir vor, als wenn ich ziemlich im hier und jetzt angekommen bin. Ich lebe den Tag, wie es sich gerade anbietet, gucke welche Möglichkeiten in der nächsten halben Woche da sind und lasse es auf mich zu kommen. Dabei verblassen meine Planungen und Ideen von der Zukunft. Das könnte ganz gut sein, weil ich so weniger von meinen eigenen Vorstellungen festgelegt bin. Das ist aber auch ein bisschen gruselig, weil ich einfach ungefähr gar nix mehr anpacke von dem, was mal auf meiner Agenda stand. - Unheimlich...
Letztes Wochenende war ich als Mitarbeiter bei Vineyard Psalmkultour 2012 in Hannover dabei. Mit dem Aufbau und Abbau war mein Job im wesentlichen getan, so dass ich mir schön drei Seminare reinflöten konnte. Ich habe eine volle Packung abbekommen an dem Tag. Wen Tränen ein Qualitätsiegel sind, dann war es ein verflixt hochwertiger Tag! Ich habe zum ersten Mal so annähernd richtig kapiert, was es bedeuten könnte ein Königskind Gottes zu sein. Geliebt und angenommen zu sein, ohne Leistungen und Vorbedingungen. Ja, ich habe das schon sehr oft gehört, aber wohl erst sehr spät kapiert. Aber lieber spät als gar nicht. Nun gilt es dieses Bewusstsein wach zu halten und aus dieser Erkenntnis zu leben - nich' als Leistung, einfach weil ich es kann und es geil befreiend ist.
Letztes Wochenende war ich als Mitarbeiter bei Vineyard Psalmkultour 2012 in Hannover dabei. Mit dem Aufbau und Abbau war mein Job im wesentlichen getan, so dass ich mir schön drei Seminare reinflöten konnte. Ich habe eine volle Packung abbekommen an dem Tag. Wen Tränen ein Qualitätsiegel sind, dann war es ein verflixt hochwertiger Tag! Ich habe zum ersten Mal so annähernd richtig kapiert, was es bedeuten könnte ein Königskind Gottes zu sein. Geliebt und angenommen zu sein, ohne Leistungen und Vorbedingungen. Ja, ich habe das schon sehr oft gehört, aber wohl erst sehr spät kapiert. Aber lieber spät als gar nicht. Nun gilt es dieses Bewusstsein wach zu halten und aus dieser Erkenntnis zu leben - nich' als Leistung, einfach weil ich es kann und es geil befreiend ist.
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Dienstag, 29. Mai 2012
Wie gut, dass ich heute nichts machen muss! So kann ich mich einfach trollen, unanständig lange pennen, joggen, mit Gott reden und die Gitarre zur Hilfe nehmen. So ungefähr sieht mein Tagesablauf heute aus. Und wohl auch der Plan für die nächsten Wochen. Auch wenn das kein großartiger Plan ist. Aber nun habe ich eine halbe Arbeitsstelle. Eben mit dem Ziel wieder mehr Zeit zu haben - zum Leben. Und da habe ich eben musizieren, malen, beten, reisen etc. vermisst. Nun gibt es neue Freiräume, die ich mir einteilen kann.
Letzte Woche war ich auf dem Willo Freak. Das so genannte Familientreffen der Freakbewegung. War mal ein guter Einstieg in meine Urlaubszeit - raus kommen und was anderes machen. Zeit mit meinem Mädchen am Stück, Zeit für Lobpreis, Gelegenheit zum Leute treffen. Natürlich kann man einfach reinplatzen, dazwischen stolpern und dabei sein. Aber ganz so einfach werde ich nicht Teil einer Familie. Aber wie bei anderen Familien muss das wohl wachsen.
Der Urlaub ist leider aber auch schon wieder rum und so geht das mit dem Arbeiten weiter. Und da stellt sich mir dir Frage wie setzte ich das um:
Letzte Woche war ich auf dem Willo Freak. Das so genannte Familientreffen der Freakbewegung. War mal ein guter Einstieg in meine Urlaubszeit - raus kommen und was anderes machen. Zeit mit meinem Mädchen am Stück, Zeit für Lobpreis, Gelegenheit zum Leute treffen. Natürlich kann man einfach reinplatzen, dazwischen stolpern und dabei sein. Aber ganz so einfach werde ich nicht Teil einer Familie. Aber wie bei anderen Familien muss das wohl wachsen.
Der Urlaub ist leider aber auch schon wieder rum und so geht das mit dem Arbeiten weiter. Und da stellt sich mir dir Frage wie setzte ich das um:
Wie beneidenswert glücklich ist der, der nicht auf den Rat von Gottlosen hört, der sich an Sündern kein Beispiel nimmt und nicht mit Spöttern zusammensitzt?!
Die Bibel Psalm 1,1
Ok, ich lasse mal die exegetische Bedeutung außer Acht, aber wie kann ich denn mit den Kollegen Zeit verbringen und in Kontakt bleiben, wenn ich mir nicht dieses ätzende, sinnlose und herablassende Gelaber anhören will?
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Donnerstag, 26. April 2012
Lernprozess
Und wieder ist es passiert. Ich bin unfair und unfreundlich zu meinem Mädchen. Es knirscht und knistert. Und ich bekomme die Augen geöffnet und erkenne (ansatzweise) wie seltsam mein Denken ist und was schief läuft.
Wir denken über unsere Träume vom Leben nach. Und sie haut Worte auf den Tisch, die ich schon lange vergessen und nicht mehr im Blick hatte. Sowas wie "Leichtigkeit des Seins", oder etwa "im Einklang mit Gott unterwegs sein", "Zufriedenheit" hatte ich noch im Ohr.
Und dann schickt sie mich ins Theater zum General des Himmels. Es ist zum heulen! Ich sehe wie krass wir uns im Miteinander verletzen können. Merke wie schwer es mir fällt Gott und Jesus einfach zu lieben. Höre Sätze wie "Durch getrocknete Tränen schauen wir mit Augen der Sehnsucht auf...". - und merke wie da immer noch der Hunger ist, auch wenn ich ihn nicht immer spüre.
Wir denken über unsere Träume vom Leben nach. Und sie haut Worte auf den Tisch, die ich schon lange vergessen und nicht mehr im Blick hatte. Sowas wie "Leichtigkeit des Seins", oder etwa "im Einklang mit Gott unterwegs sein", "Zufriedenheit" hatte ich noch im Ohr.
Und dann schickt sie mich ins Theater zum General des Himmels. Es ist zum heulen! Ich sehe wie krass wir uns im Miteinander verletzen können. Merke wie schwer es mir fällt Gott und Jesus einfach zu lieben. Höre Sätze wie "Durch getrocknete Tränen schauen wir mit Augen der Sehnsucht auf...". - und merke wie da immer noch der Hunger ist, auch wenn ich ihn nicht immer spüre.
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