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Samstag, 29. Januar 2011

(un)geistliches

Komme gerade aus einem Gottesdienst, bei dem ich überlegt habe raus zu gehen. Was ist das, wenn sich mein Magen auf Grund des Programms zusammen zieht?!
Wenn mir jemand total auf den Zeiger geht und das Verhalten dieser Person regelrecht Brechreiz hervorruft und ich dann in der Begegnung mit ihr aber nett zu ihr bin - ist das dann verlogen?! Oder ein Schritt auf dem Weg der Heiligung?!

Freitag, 28. Januar 2011

Guckst du - mitten durch den Berg

Wenn Niederländer in Israel von einer Luftbrücke sprechen meinen sie das hier:
Gestern war BarAbend und es ist einfach keiner ins Bett gegangen stattdessen gab es gute Gespräche und es entstand der Plan heute was anzustellen. Nach Akko wollten nicht so viele, also bin ich alleine mit der Fietse losgefahren. Aber ich war rechtzeitig zurück um diesen Trip zu joinen. Sehr schön. Wie entsteht bitte schön so etwas?! Und mal angenehm undeutsch - fast keine Schilder oder Zäune!

Dienstag, 25. Januar 2011

Wohnen und Arbeiten (zu mehr komme ich kaum)

Vorgestern durfte ich ganz plötzlich umziehen. Jetzt wohne ich nicht mehr abseits im Pilon Haus, sonder im Zentrum, dem '9 Doors Yard'. Ein Gebäude mit L Grundriss, in dem neun einfache Zimmer untergebracht sind. Meines sieht so aus:
Und nun ist es auch mit meiner Ruhe vorbei. Irgendwer hat immer Musik an und meistens ist davon was zu hören. Ein eigenes Bad habe ich auch nicht mehr, nur noch einen kollektiven Waschkontainer. Für mich läuft das ganze zur Zeit unter '9 Yards Dirt'. ABER ich wohne nicht mehr alleine, bekomme mehr mit und wenn ich will laufe ich bestimmt jemandem über'n Weg zum reden.

Es gibt hier noch andere Betätigungsfelder, als nur Trecker fah'n. Zum Beispiel Rasenmäher fah'n. Das habe ich gestern und heute exzessiv getan. Dat is' Arbeit, die (noch) Spaß macht. Großartige Beschleunigung, beeindruckender Radeinschlag und viel Kraft - toll!
Gestern habe ich mit der Kettensäge gearbeitet (hatte nie in Erwägung gezogen, dass das Rumgewurschtel im Garten mal als Qualifikation taugt). Irgendwie hat das Ding ein Stück Holz mal ganz krass beschleunigt und mir an den Kopf geworfen. KA wie das ging, ich vermute mal die Kettenspannung war zu niedrig, aber bis ich den Einstellmechanismus bei diesem Modell herausgefunden habe, dauerte es eben ein wenig.

Montag, 24. Januar 2011

Was bin ich froh, dass ich den Helm auf hatte und die Kratzer nicht in meinem Kopf sind.

Samstag, 22. Januar 2011

Den Shabbat begehen

Jetzt habe ich schon zwei mal die Erev Shabbat Feier mit gemacht. Das ganze beruht auf einer Liturgie, die in den letzten 40 Jahren entwickelt worden ist (mit dem Potential zur weiteren Entwicklung). In Anlehnung an jüdische Feiern werden entsprechende hebräische Lieder gesungen und Kerzen, Brot und Wein gesegnet beziehungsweise Gott dafür gepriesen. Beim ersten Mal fehlten mir jegliche Hintergrundinfos. Mit selbigen war es gestern viel besser zu verstehen und machte auch viel mehr Sinn. Nur leider haben die beiden Vorsitzenden gestern deutlich gezeigt, wie man eine Liturgie einfach klassisch abwerten kann. In dem man sie mit möglichstwenig Elan und Anteilnahme in den (t.w. nicht vorhandenen) Bart nuschelt. Mal sehen, was ich daraus mache, wenn ich an der Reihe bin.
By the way, ich bin gefragt worden, ob ich nicht fürs Church Commite kandidieren möchte. Möchte ich das?! Geistliches Leben mitgestalten - JA! In Formalien hängen bleiben und für nix kämpfen - NEIN!
Heute habe ich mich einer Gruppe angeschlossen, die zu einer messianischen Gemeinde in Haifa gefahren ist. Das erste komische ist schon mal, dass alles durch drei bis vier Sprachen geht. Also primär nur Hebräisch. Aber die Liedtexte sind auf Russisch und Englisch transkribiert und übersetzt. Die Predigt (und ähnliches) konnte ich mir dann auch persimultan Übersetzung im Kopfhörer rein tun (Russisch hat nicht geholfen). Und dann musste ich mir das ganze noch für mein deutsches Hirn umarbeiten. Wobei - ich so wie so schon ständig Selbstgespräche auf englisch mit mir führe. Schräge Sache.
Und wie war es sonst so? - Ein lustiger Mix aus Judaismus, und entsprechender Ausrichtung auf Schrift, Predigt und Auslegung. Und auf der anderen Seite eher locker charismatisch, mit Tanzen, Singen (t.w. so oft wiederholt, bis ich auf Hebräisch mitsingen konnte und wusste worum es ging), Klatschen, Beten. Warum auch nich'?! Ok, vielleicht weil das ganze heute fast 2,5 Stunden gedauert hat. Aber lieber so, als durch ein 50 Minuten Programm zu hetzen.